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Konstruktion

Wie Konstruktionssoftware hilft, unsere Welt zu verändern

| Autor / Redakteur: Ralf Steck / Stefanie Michel

In Zukunft werden innovative Produkte virtuell entwickelt, in der Cloud und mit einem internationalen Konstruktionsteam.
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In Zukunft werden innovative Produkte virtuell entwickelt, in der Cloud und mit einem internationalen Konstruktionsteam. (Bild: Siemens)

Produkte und Maschinen sind über viele Jahre im Einsatz und sollen auch am Ende ihres Produktlebenszyklus noch die Anforderungen erfüllen. Trends müssen also frühzeitig erkannt werden, sodass die Konstruktion sowohl personell als auch mit neuen Produkten darauf reagieren kann. Software unterstützt dabei.

In der Konstruktionsphase werden die Eigenschaften und Funktionen von Produkten und Maschinen festgelegt, die oft viele Jahre benutzt werden und reibungslos laufen müssen. Damit die Produkte auch zum Ende der Lebensspanne noch aktuell sind und die Anforderungen erfüllen, ist es wichtig, dass der Konstrukteur Trends erkennt und vorherahnt. Aber auch die Konstruktion selbst ist betroffen von Themen wie dem demografischen Wandel, der Globalisierung oder der Ressourcenknappheit.

Eine immer älter werdende Bevölkerung bedeutet auch, dass die Mitarbeiter immer älter werden und immer mehr Mitarbeiter aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Mit ihnen geht oft ihr Wissen und ihre Erfahrung verloren – auch für das Unternehmen. Ausscheidende, erfahrene Wartungstechniker werden durch junge Kollegen mit weitaus geringerer Erfahrung ersetzt. Sie haben aber nicht den Vorteil der vorherigen Generation, dass diese mit der steigenden Komplexität der Produkte sich sozusagen mitentwickeln konnten. Die Nachfolger müssen sofort mit den heutigen, komplexen Produkten zurechtkommen.

Es sind also zwei Dinge erforderlich: zum einen Möglichkeiten, das vorhandene Wissen der Mitarbeiter zu konservieren, zum anderen bessere Informationsmöglichkeiten für nachgelagerte Prozesse, wie eben Service und Wartung.

Das Wissen und die Erfahrungen niederlegen und bewahren

Für das Konservieren von Wissen gibt es zwei Ansätze: Zum einen lässt sich die Konstruktionsabsicht, also warum etwas so konstruiert ist, und wie es konstruiert ist, im Modell in Form von Parametern niederlegen. Beispielsweise lassen sich Maße über Formeln oder Bedingungen auf Basis anderer Maße steuern, wie: „Bis 20 mm Rohrdurchmesser reichen vier Flanschschrauben, ab 21 mm werden fünf Schrauben benötigt.“ Das können alle parametrischen Systeme schon heute, oft werden allerdings die Modelle nicht so aufgebaut, dass die Konstruktionsabsicht klar wird. Mithilfe einer entsprechenden Schulung und der Festlegung einer Konstruktionsmethodik werden die Anwender dazu angeleitet, diese Art der Wissensarchivierung umzusetzen.

Zum anderen lassen sich Erfahrungen, Diskussionsprozesse und Definitionen im PLM-System niederlegen. Einige Hersteller, beispielsweise PTC in Windchill, haben in den letzten Versionen Social-Media-Funktionen integriert. So kann beispielsweise in einem Chat oder einer forumsähnlichen Struktur diskutiert werden, der direkt dem Datensatz des Teils zugeordnet ist, über das gesprochen wird. Will man später die Entstehungsgeschichte des Teils nachvollziehen, lassen sich diese Diskussionen wieder aufrufen. Wikis ermöglichen es, Wissen sinnvoll und wieder auffindbar zu strukturieren und zu dokumentieren.

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