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Bewerbungsprozesse

Schlechte Bewerbungsverfahren schaden der eigenen Marke

| Redakteur: Robert Horn

Infografik auf einen Blick: Schlechte Bewerbungsverfahren können das Markenbild negativ beeinflussen, sagt eine Studie der Unternehmensberatung Esch und der Recruitingplattform Softgarden.
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Infografik auf einen Blick: Schlechte Bewerbungsverfahren können das Markenbild negativ beeinflussen, sagt eine Studie der Unternehmensberatung Esch und der Recruitingplattform Softgarden. (Bild: Esch)

Viele Jobsucher sind von den Erfahrungen während des Bewerbungsprozesses nicht überzeugt. Und fast alle teilen ihre Erlebnisse mit – sei es im Familien- und Freundeskreis, auf Facebook oder Arbeitgeberbewertungsplattformen. Schlechte Bewerbungsverfahren schaden so der Reputation von Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Unternehmensberatung Esch The Brand Consultants und der Recruitingplattform softgarden.

Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, wie Kandidaten den Bewerbungsprozess erleben (Candidate Experience) und wie diese Erlebnisse ihre Haltung gegenüber dem potenziellen Arbeitgeber beeinflussen. Die Autoren der Studie haben die Erfahrungen der Studienteilnehmer an den verschiedenen Kontaktpunkten unter den Aspekten der Prozessqualität, des emotionalen Erlebens und der Passung zur Unternehmens- wie Arbeitgebermarke untersucht. 1.104 Bewerber nahmen an der Studie teil.

Nicht einmal die Hälfte der Bewerber war zufrieden

52 % der Teilnehmer waren von der Prozessqualität während ihrer Bewerbungsgespräche nicht überzeugt, 63 % bewerteten das Erlebte als emotional nicht positiv. 53 % der Kandidaten wurde während des Bewerbungsprozesses nicht klar vermittelt, wofür das Unternehmen als Marke steht. Nahezu alle Kontaktpunkte und -anlässe waren verbesserungsfähig, vom Online-Formular über die Informationsbroschüre bis zu Gesprächen mit Recruitern und Führungskräften. Persönliche Kontakte empfanden die Bewerber dabei als besonders wichtig. Die Branchen schnitten dabei unterschiedlich bei der Qualität der Bewerbungsverfahren ab: Schlusslichter bilden Handel, Transport und Logistik sowie die verarbeitende Industrie.

Das Erlebte wird weitergegeben

Bewerber sind Multiplikatoren für Bewerbungsverfahren. 91 % sprechen über ihre Erlebnisse. 46 % nutzen Online-Plattformen wie Facebook oder die Unternehmensbewertungsplattform kununu. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: 82 % berichten in persönlichen Gesprächen über das Erlebte. Unternehmen sollten beide Resonanzkanäle nicht unterschätzen. Während das persönliche Gespräch vermutlich auf den Einzelnen stärker wirkt, erzielen Kommentare auf Online-Plattformen eine größere Reichweite - und damit potentiell erheblich mehr Schaden.

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