Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Symposium

Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller punkten in Südkorea

| Redakteur: Melanie Krauß

Knapp 80 bilaterale Gespräche wurden im Vorfeld des VDW-Symposiums bereits verbindlich terminiert.
Knapp 80 bilaterale Gespräche wurden im Vorfeld des VDW-Symposiums bereits verbindlich terminiert. (Bild: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW))

Firma zum Thema

Der koreanische Markt gewinnt im Exportgeschäft zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen eines VDW-Symposiums hatten deutsche Unternehmen die Möglichkeit ihre Produktionstechnik in Busan zu präsentieren.

170 koreanische Kunden, vorrangig aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie aus dem Maschinenbau, nahmen am VDW-(Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken-)Symposium „Innovationen in der Fertigungstechnik – Werkzeugmaschinen aus Deutschland“ in Busan teil. 14 deutsche Anbieter präsentierten dort innovative Produktionstechnik.

„Der koreanische Markt vollzieht derzeit den Schritt vom fast follower zum first mover. Deshalb ist Technologie-Know-how bei koreanischen Herstellern extrem gefragt“, sagte Barbara Zollmann, Geschäftsführerin der AHK in Seoul. Die AHK war Kooperationspartner des VDW bei der Organisation des Symposiums. „Als Wachstumsmarkt und potenter Automobilstandort ist Südkorea auch für unsere Firmen höchst interessant“, ergänzte Klaus-Peter Kuhnmünch, beim VDW verantwortlich für die Veranstaltung.

Dieter Schletterer, Head of DF/PD Divisions, Country Division Lead bei Siemens LTD Seoul, bestätigte: „Das Marktpotenzial in Südkorea ist außerordentlich hoch. Der koreanische Markt, insbesondere der Exportmarkt, ist für uns um 6 % gewachsen. Haupttreiber sind die Elektronik- und Luftfahrtindustrie.“

Neben Siemens nutzten die Firmen Alzmetall Werkzeugmaschinenfabrik, die Chiron-Werke, die Emag-Gruppe, FFG Europe & Americas, Gleason, Gebr. Heller, Kapp Niles, die Mauser-Werke, Open Mind Technologies, Profiroll Technologies, Samag Werkzeugmaschinen, J.G. Weisser Söhne Werkzeugmaschinen-fabrik, sowie Zimmer & Kreim das Symposium für eine Präsentation.

Im Fokus der Vorträge standen Spezialangebote für die koreanische Industrie, zum Beispiel Vernetzungslösungen im Umfeld von Industrie 4.0.Auch Entwicklungen in den klassischen Feldern Produktivität, Qualität oder Nachhaltigkeit in der Fertigung standen auf dem Programm.

Südkoreas Wirtschaftsentwicklung mit guten Perspektiven

Für die südkoreanische Wirtschaft wird vom britischen Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics ein Wachstum von 2,9 % für das laufende Jahr prognostiziert. Die Anlageninvestitionen sollen um 3,0 % steigen. Der koreanische Werkzeugmaschinenmarkt, im vergangenen Jahr mit 3,4 Mrd. Euro sechstgrößter Nachfrager weltweit, soll 2018 um 2,1 % wachsen. Besonders stark legen der Maschinenbau, die Flugzeugindustrie und die Elektroindustrie zu.

Das erfahren die Teilnehmer am Symposium auch in ihren bilateralen Gesprächen. „Wir stellen fest, dass sich Maschinenbau und Luftfahrtindustrie gut entwickeln. Dies wird in den Gesprächen mit Vertretern koreanischer Unternehmen dieser Branchen während des Symposiums bestärkt", fasst etwa Frank Holzheid, Leiter Vertrieb Industrie, Head of Sales Industry, Kapp Niles, seine Eindrücke zusammen.

Deutschland belegt nach Japan Platz 2 der wichtigsten Lieferanten mit einem Anteil von 15 %. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2000 Maschinen im Wert von rund 160 Mio. Euro geliefert. Im ersten Quartal 2018 stiegen die deutschen Ausfuhren bereits um ein Fünftel. Geliefert wurden vor allem Bearbeitungszentren, Lasertechnologie, Verzahnmaschinen und Schleifmaschinen. Die Bestellungen koreanischer Kunden zogen 2017 um 11 % an.

„Für uns war das Geschäft in Korea 2017 zwar rückläufig. Allerdings ist das Kunden- und Marktpotenzial sehr hoch und auch für hochwertige Komponenten vorhanden“, sagt Roland Merz, Sales Manager Asia, Chiron Werke.

Südkoreanische Kunden schätzen an deutschen Werkzeugmaschinen vor allem Technik, Qualität und Präzision. „In Bezug auf spezialisierte Maschinen sind deutsche Unternehmen weit vorne, und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der fertigen Produkte. Koreanische Werkzeugmaschinen können die deutsche Technikqualität nicht erreichen“ sagte etwa Jang Hogil, Team Assistant Manager Manufacture Engineering bei CTR Motek.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45404164 / Management & IT)

Themen-Newsletter Management & IT abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

Aus der Praxis

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

06.08.18 - Erfahrung und viel Eigeninitiative ist das Rezept von Audi zu einer erfolgreichen Additiven Fertigung im eigenen Haus. Wie sie es umsetzen, zeigt das 3D-Druck-Zentrum für den Metalldruck mit SLM-Verfahren. lesen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

Mint-Frauen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

03.08.18 - Sie lieben Technik und lösen mit Leidenschaft Probleme – für ihre Kunden. Doch in vielen Unternehmen fehlen Ingenieurinnen. Entwicklerinnen haben uns erzählt, was ihnen im Beruf wichtig ist. Ingenieurinnen wollen ... lesen

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

Fiessler

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

06.08.18 - Das Beispiel eines Maschinenimporteurs, der eine Gesenk­biegemaschine einführte, zeigt, dass man sich nicht immer auf das CE-Zeichen verlassen kann. Eine Überprüfung ergab, dass die Sicherheitssteuerung nicht vorschriftsgemäß in das Maschinenkonzept eingebunden war. Mit einer Nachrüstung konnte das Problem behoben werden. lesen