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Freihandel

VDMA mit großen Hoffnungen an Obama-Besuch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der VDMA hofft, dass die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA mit dem Besuch von US-Präsident Barrack Obama vorankommen.
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Der VDMA hofft, dass die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA mit dem Besuch von US-Präsident Barrack Obama vorankommen. (Bild: Wikimedia)

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Die deutschen Maschinenbauer verknüpfen mit dem Besuch von US-Präsident Barrack Obama ab morgen in Berlin große Hoffnungen auf eine transatlantische Freihandelszone. Immerhin sind die USA weltgrößter Zielmarkt für Maschinenexporte, wie der VDMA am Montag in Frankfurt am Main mitteilt.

Der Verband steht nach eigenen Angaben einem umfassenden transatlantischen Abkommen zwischen der EU und den USA sehr positiv gegenüber. Dies setze voraus, dass die Zölle und die teilweise erheblichen nicht-tarifären Handelshemmnisse nachhaltig abgebaut werden. „Sollte dies gelingen, wäre das Abkommen mit dem zweitwichtigsten Exportmarkt für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einem echten Mehrwert verbunden“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA-Außenwirtschaftsabteilung.

Heterogener US-Maschinenbau erschwert Verhandlungen über Freihandelsabkommen

Schwierig sei es aber, gemeinsame Verhandlungspositionen zu erreichen, da der US-Maschinenbau sehr dezentral aufgestellt sei. Somit seien viele Interessen zu berücksichtigen. „Wir hoffen aber, dass am Ende doch ein schmackhaftes Gericht dabei raus kommt, das allen schmeckt“, erläutert Ackermann weiter.

Die Aufnahme der Verhandlungen einer Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) steht laut Mitteilung auf der Agenda der politischen Gespräche von US-Präsident Obama. Den Startschuss habe der US Präsident bereits in seiner Rede zur Lage der Nation im Februar dieses Jahres erteilt. Der designierte US Handelsbeauftragte Michael Froman bekräftigte Anfang Juni die Bedeutung eines solchen Abkommens für die US-Wirtschaft vor dem US-Senat, von dem starke Impulse erhofft werden, wie es heißt.

Auf der EU-Seite sei mit der Erteilung des Verhandlungsmandates in der vergangenen Woche nun der Schritt in die operative Phase vollzogen. „Das gibt Anlass zu der Hoffnung, dass die Verhandlungen auch zügig zu konkreten Ergebnissen kommen, da dieses Mal ein starker politischer Rückhalt auf beiden Seiten besteht“, meint Ackermann.

USA weltweit größter Zielmarkt für Maschinenexporte

Im vergangenen Jahr lieferte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Waren im Wert von knapp 14 Mrd. Euro in die USA und erzielte damit einen Rekordwert im Zehnjahres-Vergleich. Im Vergleich zu 2011 stieg das Liefervolumen um fast 15 % und setzte damit den Trend der Jahre 2010 und 2011 fort.

Ein weiter Parameter für die Bedeutung des US Marktes für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau sind die Direktinvestitionen in den US-Maschinenbau. Der Investitionsbestand betrug 5,3 Mrd. Euro (2010) und damit rund 20 % der deutschen Maschinebau-Direktinvestitionen im Ausland. „Damit leistet unsere Branche auch einen veritablen Beitrag zur Stärkung des US-Arbeitsmarktes”, führt Ackermann aus.

Im europäischen Vergleich belegt Deutschland mit einem Lieferanteil von 36 % am US-Import von Maschinenbauerzeugnissen mit weitem Abstand Platz 1 vor Italien und UK. Insgesamt importierten die USA im Jahr 2012 Maschinen- und Anlagen mit einem Gesamtvolumen von 37 Mrd. Euro aus dem EU-27-Raum.

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