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TU Chemnitz

Stechuhren gehen mit der Zeit

15.04.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Arbeitswissenschaftler und Psychologen der TU Chemnitz haben benutzerfreundliche Zeiterfassungssysteme entwickelt. Bild: TU Chemnitz
Arbeitswissenschaftler und Psychologen der TU Chemnitz haben benutzerfreundliche Zeiterfassungssysteme entwickelt. Bild: TU Chemnitz

Die Arbeitszeit der Mitarbeiter wird in vielen Unternehmen und Behörden mit Zeiterfassungssystemen protokolliert. Früher gab es dafür Stechuhren. Inzwischen übernehmen diesen Job computergesteuerte Zeiterfassungssysteme, die jedoch mit zusätzlichen Funktionen wie der Verwaltung von Urlaubstagen und Überstunden regelrecht überfrachtet sind, wie die TU Chemnitz berichtet.

Kein Wunder, dass die Nutzer im Arbeitsalltag so manches durcheinanderbringen. Das Unternehmen Inca aus Chemnitz stand vor diesem Problem und löste es zusammen mit Psychologen und Arbeitswissenschaftlern der „Kompetenzinitiative Usability“ (KIU) an der Technischen Universität Chemnitz. Sie entwickelten drei verschiedene Prototypen und testeten sie in der Praxis.

Fehler bei der Zeiterfassung vermeiden

„Nun wissen wir, was die Nutzer wollen und wie künftig Buchungsfehler bei der Zeiterfassung vermieden werden können“, berichtet Nina Bär, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie.

Die Wissenschaftler optimierten die Zahl der Bedienschritte, verbesserten Sicherheitsabfragen und führten neue Symbole ein, um Bedienfehler zu vermeiden. Geschäftsführer Frank Lippmann ist mit der Zusammenarbeit mit der KIU sehr zufrieden: „Die Empfehlungen von externen Fachleuten sind für uns wertvoll und werden definitiv in unsere neuen Entwicklungen einfließen.“ Wie die Vorschläge der Chemnitzer Wissenschaftler umgesetzt werden, wird auf der Messe präsentiert. Interessierte können sich ein Bild von der touch-basierten Benutzeroberfläche machen.

Technische Universität Chemnitz auf der Hannover-Messe 2010: Halle 4, Stand F24

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