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Hays-Umfrage

Wissensarbeiter mögen keine starren Strukturen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Wissensarbeiter schätzen Gestaltungsfreiräume und ein Maximum an zeitlicher Flexibilität.
Wissensarbeiter schätzen Gestaltungsfreiräume und ein Maximum an zeitlicher Flexibilität. (Archiv: Vogel Business Media)

Hoch qualifizierte Fachkräfte sind rar. Sind sie einmal gefunden, muss alles getan werden, um sie zu binden. Doch viele Unternehmen schaffen ihren High-Potentials nicht das dafür erforderliche "Milieu", wie eine Studie der Personalberatung Hays zeigt.

Hoch qualifizierte Fachkräfte sind selten – umso wichtiger werden Management und Bindung der Spezialisten. Dabei klaffen die Arbeitsansprüche der Wissensarbeiter und die Unternehmenswirklichkeit teils auseinander. Denn 74 % der befragten Wissensarbeiter sehen ihren Job nicht mehr an feste Regeln und entlang fest definierter Unternehmensprozesse gebunden. Sie beanspruchen vielmehr hohe Gestaltungsfreiräume (95 %) und flexible Arbeitszeitmodelle (90 %).

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wissensarbeiter und Unternehmen im Spannungsfeld“ des Mannheimer Personaldienstleisters Hays in Zusammenarbeit mit PAC und der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement. Befragt wurden 300 festangestellte Wissensarbeiter.

Arbeitgeber bieten zu wenig Unterstützung bei Vernetzung und Work-Life-Integration

Zwar sind Wissensarbeiter laut ihrer Einschätzung in hohem Maße als Experte wertgeschätzt (86 %). Trotzdem meint fast die Hälfte der Befragten (49 %), dass sie in ihrem Unternehmen nicht besonders gefördert werden. Dies betrifft auch den fachlichen Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg (39 % )Was die Vernetzung anbetrifft, so favorisieren Wissensarbeiter nach wie vor den persönlichen Austausch auf Fachkonferenzen (69 %) und Messen (44 %).

Entgegen vieler Verlautbarungen der Firmen, sich um die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter zu kümmern, zeigt die Realität laut Hays-Studie ein anderes Bild. Über 90 % der Wissensarbeiter wünschen sich dies, aber nur eine Minderheit (29 %) kann dies heute vollständig realisieren.

Zu wenig Förderung macht wechselbereit

Fast alle Wissensarbeiter stufen ihr Know-how als strategische Ressource für ihr Unternehmen ein (97 %). Ihre Selbstsicherheit zeigt sich auch darin, dass 74 % meinen, nur schwer durch andere ersetzbar zu sein.

Wenn sie ihre Ansprüche nicht einlösen können, sind sie hoch mobil. 58 % der Befragten sind bereit, ihr Unternehmen zu wechseln, um sich weiterentwickeln zu können. 40 % der Wissensarbeiter spielen mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen.

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