Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Produktpiraterie

Ganzheitliche Produktpiraterie-Diagnose schützt vor Fälschungen

01.04.2010 | Autor / Redakteur: Hilmar Klink, Daniel Kortmann und Robert Stephan / Claudia Otto

Bild 1: Ganzheitliche Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, den frühestmöglichen Angriffszeitpunkt für Produktpiraten nach hinten zu verschieben und den durch Piraterie erreichbaren Umsatz zu verringern. Quelle: Dr. Wüpping Consulting
Bild 1: Ganzheitliche Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, den frühestmöglichen Angriffszeitpunkt für Produktpiraten nach hinten zu verschieben und den durch Piraterie erreichbaren Umsatz zu verringern. Quelle: Dr. Wüpping Consulting

Firma zum Thema

Plagiarismus an der Wurzel bekämpfen, das ist das Ziel der ganzheitlichen Pirateriediagnose. In fünf Schritten können Unternehmen mit dieser Methode mögliche Angriffspunkte für Produktpiraten ermitteln sowie die Auswirkungen und Ursachen aufdecken.

Lange Zeit hat man Produktpiraterie vor allem mit Luxus- und Konsumgütern verbunden. Längst haben die Produktpiraten jedoch ihr Betätigungsfeld ausgedehnt und nehmen verstärkt auch die Investitionsgüter-Branchen unter Beschuss. Dabei steht das gesamte Produktbündel im Visier der Piraten.

Produktpiraten kopieren kleine Ersatzteile und komplette Maschinen

So werden nicht nur Ersatzteile und Komponenten, sondern komplette Maschinen illegal nachgebaut. Betroffen sind laut einer Studie, die der VDMA im Jahr 2008 durchgeführt hat, vor allem Hersteller von Armaturen, Antriebstechnik, Textil- und Werkzeugmaschinen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sowohl die Pirateriebreite, als Maß für die Spanne der kopierten Produktkategorien, als auch die Piraterietiefe, als Maß für die Qualität der Fälschungen, in den letzten Jahren insbesondere in der Investitionsgüterindustrie deutlich angestiegen sind.

Hersteller können sich gegen Produktpiraterie schützen

Hersteller sind der Bedrohung allerdings nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt bereits zahlreiche einzelne, singuläre Schutzmaßnahmen, um Produktpiraterie zu begegnen. Um ihre Wirkung jedoch konzertiert entfalten zu können, sollten diese Schutzmaßnahmen nicht einzeln eingesetzt werden. Vielmehr sollten sie zu einem proaktiven, ganzheitlichen Schutzkonzept gebündelt werden (Bild 1):

  • Proaktiv bedeutet dabei, dass die Maßnahmen schon vor der Schadensentstehung wirken. Bislang setzen viele Maßnahmen (zum Beispiel gewerbliche Schutzrechte wie Patente, Geschmacksmuster oder Markenanmeldungen sowie Track-and-Trace-Techniken) erst ein, nachdem Produkte bereits kopiert und in Umlauf gebracht worden sind. Sie schützen also nicht vor dem durch eine Kopie verursachten Schaden selbst, erleichtern aber die spätere rechtliche Sanktionierung und werden daher als reaktiv bezeichnet. Vergleichsweise mehr Erfolg versprechen dagegen proaktive Maßnahmen, die bereits die Kopie selbst verhindern. Dazu zählen vor allem technisch-konstruktive Maßnahmen.
  • Ganzheitlich bedeutet, dass sich die Maßnahmen nicht auf einen einzigen Schutzbereich beziehen, sondern möglichst umfassend wirken. Auf diese Weise lässt sich ein technischer Schutz kombinieren mit einer organisatorischen Absicherung sowie dem Schutz des Wissensaustausches mit externen Unternehmenspartnern und Stakeholdern.

 

Folgen der Produktpiraterie

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 340479 / Recht und Normen)

Themen-Newsletter Management & IT abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Marktübersicht

Die Top-100 Automobilzulieferer des Jahres 2018

Das Jahr 2018 überraschte mit hohen Wachstumsraten und neuen Rekordumsätzen. Allerdings zeigten sich auch kräftige Bremsspuren: Viele Unternehmen wurden mit rückläufigen Margen konfrontiert. lesen

Dossier Maschinensicherheit 2019

Funktionale Sicherheit in allen Facetten

Ohne geht's nicht: Maschinensicherheit steht bei Konstrukteuren und Entwicklern ganz oben auf der Prioritätenliste – Hier die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um die Funktionale Sicherheit in einem Dossier zusammengefasst. lesen