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Gebrauchtsoftware

Usedsoft: ein Jahr nach dem EuGH-Urteil

| Redakteur: Jürgen Schreier

Usedsoft-Gründer und -Chef Peter Schneider plant, das Geschäft mit gebrauchter Software auf ganz Europa auszu-weiten.
Usedsoft-Gründer und -Chef Peter Schneider plant, das Geschäft mit gebrauchter Software auf ganz Europa auszu-weiten. (Bild: Usedsoft/Marcus Vetter)

Am 3. Juli 2012 gab der Europäische Gerichtshof (EuGH) grünes Licht für den Software-Gebrauchthandel. Erstritten hatte dieses Urteil das Münchener Unternehmen Usedsoft. Nun zieht man dort eine – positive – Zwischenbilanz.

Am 3. Juli 2012 gab der Europäische Gerichtshof (EuGH) grünes Licht für den Software-Gebrauchthandel. Erstritten hatte dieses Urteil das Münchener Unternehmen Usedsoft. „Dieses Urteil war ein Meilenstein für den freien Handel in Europa“, unterstreicht Peter Schneider, Gründer und Geschäftsführer von Usedsoft. „Endlich war Schluss mit dieser unerträglichen rechtlichen Grauzone, in der die Unternehmen zwar fleißig Software kaufen durften, die Hersteller aber den Eindruck erweckten, dass die Kunden über ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum nicht frei verfügen durften.“

Umsatz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten glatt verdoppelt

Die Folge: Der Umsatz von Usedsoft hat sich in den vergangenen zwölf Monaten glatt verdoppelt. Waren es bis vor einem Jahr noch durchschnittlich drei Neukunden pro Woche, die sich für Usedsoft-Lizenzen entschieden, sind es seitdem drei Neukunden pro Tag. In Kürze wird Usedsoft seinen 5000. Kunden begrüßen können. Und alles deutet darauf hin, dass der Markt für gebrauchte Software weiterhin kräftig wachsen wird.

Auch international stehen die Zeichen auf Expansion. Erst im April gründete Usedsoft eine Niederlassung in Frankreich. Dies ist aber nur ein erster Schritt im Rahmen einer europaweit ausgerichteten Expansionsstrategie. „Die stetig steigende Nachfrage zeigt, dass die Einsparpotenziale, die der Gebrauchtmarkt bietet, inzwischen europaweit bekannt sind“, so Firmenchef Schneider. „Wir planen daher, unser Geschäftsmodell in die gesamte EU auszuweiten.“

Erschöpfungsgrundsatz gilt bei jedem erstmaligen Verkauf einer Software

In ihrer Urteilsbegründung hatten die 13 Richter der großen Kammer des EuGH festgestellt, dass der Erschöpfungsgrundsatz bei jedem erstmaligen Verkauf einer Software gilt. Der EuGH verfügte sogar, dass der Zweiterwerber bei online übertragenen Lizenzen die Software beim Hersteller erneut herunterladen darf. Der Gebrauchtkäufer hat demnach sogar Anspruch auf kostenlose Updates.

Der Erschöpfungsgrundsatz besagt, dass sich das Verbreitungsrecht eines Herstellers an seinem Produkt „erschöpft“, wenn er es zum ersten Mal in Verkehr gebracht hat. Ein Hersteller hat demnach keinen Einfluss mehr darauf, was anschließend mit diesem Produkt geschieht. Der neue Eigentümer kann es also frei weiterverkaufen.

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