Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Fahrerlose Transportsysteme

Flexibler Einsatz fahrerloser Transportfahrzeuge rund um die Uhr

06.04.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Ladekontakte: Das fahrerlose Transportfahrzeug kann bei sich wiederholendem Fahrkurs an einer Haltestelle innerhalb von 30 s mit einem hohen Stromstoß aufgeladen werden. Bild: S-Elektronik
Ladekontakte: Das fahrerlose Transportfahrzeug kann bei sich wiederholendem Fahrkurs an einer Haltestelle innerhalb von 30 s mit einem hohen Stromstoß aufgeladen werden. Bild: S-Elektronik

Anforderungen der Industrie an fahrerlose Transportsysteme erfüllen entweder Batteriefahrzeuge, die flexibel sein können, oder ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Fahrzeuge mit induktiver Energieübertragung in festen vorgebauten Spuren. Das Energiemanagement „Contrax“ macht aus dem Entweder-Oder eine kombinierte Anwendung.

Das fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) mit dem Namen „E-Jet“ wird von S-Elektronik in Wangen im Allgäu hergestellt. Das 1989 vom Inhaber Herbert Siegler gegründete Unternehmen produziert sei 1995 fahrerlose Transportsysteme (FTS).

Fahrerloses Transportfahrzeug mit relativ wenig Eigengewicht

Nach Unternehmensangaben gelten die „E-Jet“-Fahrzeuge als die energieeffizientesten aller fahrerlosen Transportsysteme. Beachtlich sei deren Verhältnis von Eigengewicht des fahrerlosen Transportfahrzeugs zu seinem Transportgewicht von ungefähr 1:10. Das Lieferprogramm von S-Elektronik umfasst alles vom Low-Cost-Flurförderer bis hin zum fahrbaren Roboter. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der Artur Bär Maschinenbau GmbH in Gemmingen entwickelt.

Mit diesem baden-württembergischen Partner entstand auch das neue Energiemanagement für FTS Contrax. Weil die Industrie häufig ein fahrerloses Transportfahrzeug fordere, das rund um die Uhr fahren soll, bleibe für batteriebetriebene fahrerlose Transportfahrzeuge keine Zeit mehr, die Batterien zu laden beziehungsweise auszutauschen.

Einige Hersteller fahrerloser Transportfahrzeuge böten deshalb Lösungen an, bei denen zur induktiven Leistungsübertragung eine Spur fest im Boden installiert sei. Dies bedeute jedoch eine aufwendige Bodenarbeit sowie hohe Installations- und Betriebskosten. Insgesamt hätten diese unflexiblen fahrerlosen Transportsysteme einen schlechten Wirkungsgrad, wie es heißt.

Fahrerloses Transportfahrzeug kann innerhalb von 30 s an Haltestelle aufgeladen werden

Das neue Energiemanagement Contrax von S-Elektronik macht, wie es heißt, jetzt den einfachen, flexiblen Einsatz flurfreier Transportfahrzeuge rund um die Uhr möglich. Kondensatoren mit großer Kapazität und geringem Innenwiderstand bieten dabei den erwünschten hohen Wirkungsgrad. Sie können nach Unternehmensangaben nahezu unendlich oft mit sehr hohem Ladestrom geladen werden.

Wenn die Fahrzeuge einen Fahrkurs nehmen, der sich innerhalb einer gewissen Zeit wiederholt, besteht die Möglichkeit, das fahrerlose Transportfahrzeug an einer Haltestelle ohne lange Verzögerungen in 30 s mit einem hohen Stromstoß aufzuladen und mit dieser Energie so lange zu fahren, bis die Ladestation wieder erreicht wird. Lediglich für die Steuerelemente benötige man eine kleine Batterie, die über DC/DC-Wandler gepuffert wird. Laut S-Elektronik wurde die Industrietauglichkeit des Energiemanagements Contrax bereits in einer Fahrerlosen-Transportsystem-Anlage mit 20 Fahrzeugen erfolgreich getestet. Die Flexibilität der Spurführung — ein Klebe- oder Metallband auf dem Boden — bleibe beim E-Jet bestehen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 342691 / Fördertechnik)

Themen-Newsletter Materialfluss abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Deutschlands KI-Vorreiter auf einen Blick

Künstliche Intelligenz

Deutschlands KI-Vorreiter auf einen Blick

04.12.18 - Deutschland soll Technologieführer für Künstliche Intelligenz (KI) werden, so das Ziel der Bundesregierung. Wo in Deutschland KI-Anwendungen entwickelt und angewendet werden, zeigt eine KI-Landkarte. lesen

Zukunftstrend Machines-as-a-Service

Geschäftsmodelle

Zukunftstrend Machines-as-a-Service

03.12.18 - Statt Maschinen zum Festpreis zu verkaufen, bieten Hersteller immer häufiger ein zeitlich beschränktes Nutzungsrecht an. Die dazugehörigen Serviceverträge schaffen Sicherheit für den Kunden und neue Erlösmöglichkeiten für den Maschinenbauer. lesen

Cobots machen 3D-Druck konkurrenzfähig

Additive Fertigung trifft Robotik

Cobots machen 3D-Druck konkurrenzfähig

06.12.18 - Voodoo Manufacturing betreibt inmitten von Brooklyn eine 1700 m2 große 3D-Drucker-Farm mit über 160 Geräten. Um noch effizienter zu werden, übernimmt ein mobiler, kollaborativer Roboter von Universal Robots das Be- und Entladen der Druckplatten. lesen