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Laserschneiden

Trumpf errichtet eigene Produktionsstätte in China

09.05.2008 | Redakteur: Stéphane Itasse

Inzwischen auch „Made in China“, bald sogar in einer eigenen Fabrik von Trumpf: Die Laser-Flachbettmaschine Tru Laser 3030. Bild: Trumpf
Inzwischen auch „Made in China“, bald sogar in einer eigenen Fabrik von Trumpf: Die Laser-Flachbettmaschine Tru Laser 3030. Bild: Trumpf

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Der Ditzinger Werkzeugmaschinenhersteller hat in Taicang den Grundstein für sein erstes eigenes Produktionsgebäude gelegt in China gelegt. Dort sollen ab Juli 2009 drei bestehende Fertigungsstätten an einem Ort gebündelt werden. Neben der Werkzeugmaschinen-Produktion führt das Unternehmen nach eigener Mitteilung vom Freitag auch seinen Musterbetrieb für Blechbauteile in der neuen Fabrik zusammen.

Rund 200 Mitarbeiter werden am neuen Produktionsstandort dort beschäftigt sein. Derzeit beschäftigt Trumpf in China insgesamt 180 Mitarbeiter. Wieviele für die neue Fabrik zusätzlich eingestellt werden, konnte Trumpf auf Anfrage von MM Maschinenmarkt nicht mitteilen. Der Werkzeugmaschinen-Hersteller will auf einer Fläche von knapp 10000 m2 neben der Produktion auch ein Schulungszentrum, ein Vorführzentrum, ein Laserapplikationszentrum sowie die Logistik unterbringen. Das Gesamtvolumen der Investition in Taicang beträgt laut Angaben 15 Mio. Euro.

Bereits seit Januar 2008 fertigt Trumpf die Laser-Flachbettmaschine Tru Laser 3030 in Taicang in gemieteten Gebäuden, wobei das Unternehmen Kernkomponenten aus Europa zuliefert. Die Lasermaschinen sind ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt.

Werkzeugmaschinen-Hersteller hat lange Erfahrung in China

Im Jahr 2005 nahm Trumpf die Produktion des Operationstisches Merkur auf, einem Basis-Modell der OP-Tisch-Reihe. Der Fertigungsbetrieb für hochwertige Blechkomponenten mit Vorführ- und Anwendungszentrum wurde im Jahr 2000 gegründet. Aufgrund des Erfolges will Trumpf im Juli dieses Jahres einen weiteren Fertigungsbetrieb im südchinesischen Dongguan eröffnen.

Die in Taicang hergestellten Produkte haben entsprechend der globalen Produktstrategie denselben hohen Qualitätsstandard wie beispielsweise in Deutschland, betont der schwäbische Werkzeugmaschinen-Hersteller weiter. „Der Ausbau der lokalen Produktion ermöglicht uns, deutlich besser auf die Anforderungen unserer chinesischen Kunden einzugehen“, sagte Peter Höcklin, Geschäftsführer Trumpf China.

Bessere Präsenz in China bringt wichtige Vorteile

Kürzere Lieferzeiten und eine bessere Kundenbetreuung seien wichtige Vorteile, die sich durch den Ausbau des Standortes Taicang ergeben. Aber auch die Schulung der Servicetechniker vor Ort sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen verbessere sich.

Trumpf sieht China als wichtigen Markt mit großem Zukunftspotenzial. Der Umsatz ist den Angaben zufolge in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 40% pro Jahr gewachsen. Für das Geschäftsjahr 2007/2008, das am 30. Juni endet, rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 70 Mio. Euro.

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