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Lasertechnik

Mit Faserlaser modernisierte Schneidanlage erhöht die Produktivität

28.10.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Dünzkofer / Rüdiger Kroh

Auf Basis einer Messer-Multitherm wurde eine bestehende Laseranlage mittels Faserlaser auf den neusten Stand der Technik gebracht.
Auf Basis einer Messer-Multitherm wurde eine bestehende Laseranlage mittels Faserlaser auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Nach zwanzig Jahren Laufzeit musste eine Portallaserschneidanlage erneuert werden. Ausgerüstet mit einem 1,2 kW Faserlaser ist die Anlage nun wieder auf dem neusten Stand und schneidet zu geringeren Kosten – vor allem wegen des sehr geringen Justage- und Wartungsaufwands.

Zwanzig Jahre lang verrichtete die Laseranlage bei der Thyrolf & Uhle GmbH in Dessau ihren Dienst. Unzählige Meter Blech hat sie während dieser Zeit geschnitten – bis sie im April 2009 ausfiel. Eine schnelle Lösung musste her, denn die Auftragsbücher waren voll. Dabei sollte aber sowohl die Laufbahn als auch die Wechseltischeinheit der alten Anlage weiterverwendet werden können.

Daher wandte man sich an den Lieferanten Messer Cutting Systems. Als Schneidmaschine kam schon aufgrund der Größe der zu integrierenden Laufbahn die Messer Multitherm in Frage. Diese vielseitige Anlage lässt sich mit unterschiedlichen Ausrüstungsoptionen bestücken. Für Thyrolf & Uhle sollte es wie zuvor eine Lasereinheit sein.

Faserlaser für Dünnblech gut geeignet

In Dessau wird im Drei-Schicht-Betrieb unter anderem Dünnblech von 0,5 bis 10 mm verarbeitet, zum Beispiel für Windkraftanlagen – das ideale Einsatzgebiet für den Faserlaser. In die Anlage eingesetzt wurde ein Faserlaser mit 1,2-kW-Resonator und Glasfaser-Strahlführung.

Ein Faserlaser hat durch den speziellen Aufbau im Vergleich zu einem CO2-Laser einen geringeren Energieverbrauch. Die Schneidleistung von 1200 W ist beispielsweise mit der eines 2000-W-CO2-Lasers vergleichbar, weil die kürzere Wellenlänge des Faserlasers besser in das Material einkoppelt. Zusätzlich liegt der Gesamtwirkungsgrad des Faserlasers bei 30% und ist damit dreimal so hoch wie bei vergleichbaren CO2-Lasern.

Geringerer Wartungsaufwand dank Faserlaser

Bei der alten CO2-Laseranlage mussten durch die Konstruktion mit Umlenkspiegeln oft die Optiken nachjustiert werden und wurde mit verschiedenen Gasen hantiert. Dagegen hat der Faserlaser einen sehr geringen Justage- und Wartungsaufwand. Faserlaser arbeiten mit durchgängigen Glasfasern ohne Umlenkspiegel und Gasspülungen.

Darüber hinaus gibt es im Laserresonator selbst keine bewegten Teile. Messer Cutting Systems gibt an, dass die Standzeit der Emitterdioden 50000 Stunden beträgt. Demnach könnte die Anlage im Drei-Schicht-Betrieb mehr als zwölf Jahre wartungsfrei laufen. Nur alle zwei bis drei Monate ist das Kühlmittel zu tauschen.

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