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Automation 2017

Trends bei Datennetzen und in Fertigungsprozessen

| Autor / Redakteur: Oliver Schönfeld / Reinhold Schäfer

Vor alllem in der Fertigung gilt es, die Trends der Automatisierung rechtzeitig zu erkennen, um die Prozesse auf dem Stand der Technik zu halten.
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Vor alllem in der Fertigung gilt es, die Trends der Automatisierung rechtzeitig zu erkennen, um die Prozesse auf dem Stand der Technik zu halten. (Bild: Ersa)

Gerade hinsichtlich der Entwicklung von Industrie 4.0 gilt es für die Prozessverantwortlichen in der Fertigung, Trends rechtzeitig zu erkennen, um das eigene Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Dabei sollte man sich auch die Veränderungen in anderen Branchen ansehen, um mögliche Verbesserungen für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Datennetze und Vernetzung haben verschiedene Dimensionen. Die digitale Vernetzung im Sinne des Internets der Dinge ist dabei nur ein Aspekt. Interdisziplinarität und Denken über Branchengrenzen hinaus sind gefordert – gerade in der Automatisierung. Ohne gutes Prozessverständnis werden neue Techniken nur eingeschränkt ihr Potenzial entfalten. Ein weiterer Impuls resultiert aus der Durchdringung der Informationstechnik: Zum Prozessverständnis der Automatisierung gehört heute mehr als der detaillierte Blick auf die Prozesse in der Fertigungs- und Prozessindustrie.

Kongress Automation mit Praxisberichten und Beiträgen zu Theorien

Deshalb sollten sich alle Verantwortlichen rechtzeitig über die neuen technischen Möglichkeiten informieren. Der Besuch des jährlich in Baden-Baden stattfindenden Kongresses Automation bietet sich hier an. Die Veranstaltung hat sich zur technisch-wissenschaftlichen Leitveranstaltung im deutschsprachigen Raum entwickelt und vereint auch in ihrer 18. Auflage im Jahr 2017 theoretisch orientierte Beiträge und Praxisberichte. Darüber hinaus bietet sie Übersichtsvorträge und schafft breiten Raum für den über Branchengrenzen hinausgehenden Erfahrungsaustausch – in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Technology networks Processes“.

Anomalienerkennung zur Abwehr von Cyberangriffen

Den vielfältigen Chancen der Industrie 4.0 stehen etwa zunehmend Fragen der Informationssicherheit gegenüber: Wie kann die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit industrieller Geräte und Systeme gewährleistet werden? Dieser Frage wird sich die Veranstaltung unter anderem aus verschiedenen Blickwinkeln widmen. Denn mögliche Schwachstellen in Netzwerken eröffnen das Risiko für unerlaubte Zugänge und ungewünschte Eingriffe in das Produktionssystem.

Dies kann beispielsweise zur fehlerhaften Produktion, zum Stillstand der Anlage oder gar zu Personenschäden führen. Das Forschungsprojekt Anoko der Unternehmen Koramis und Zema hat das Ziel, unerlaubte Zu- beziehungsweise Eingriffe in Produktionssysteme zu erkennen. Dies soll erreicht werden, indem das industrielle Kommunikationssystem einer Produktionsanlage in definierten Zeitabständen auf Abweichungen analysiert wird.

Im Projekt Anoko wird ein Anomalienerkennungssystem weiterentwickelt und getestet, auf dessen Basis auch ein zentrales Monitoring innerhalb einer echtzeitfähigen, industriellen Anwendung ermöglicht wird. Damit sollen Betreiber in die Lage versetzt werden, ihre Produktionsanlagen vor Angriffen um­fassender zu schützen. Über dieses Projekt wird Dipl.-Ing. Heiko Adamczyk, Business Development, Security und Industrie 4.0 der Koramis GmbH, Potsdam, berichten.

Um die Ziele des Vorhabens zu erreichen, werde zunächst eine Designanalyse ausgewählter industrieller Kommunikationsprotokolle durchgeführt. Im Fokus stehen dabei laut Adamczyk OPC-UA und Profinet. Auf dieser Grundlage würden Beobachtungs- und Bewertungskriterien definiert und realisiert. „Mithilfe der Vorhabenergebnisse können Anomalienerkennungssysteme leichter an spezifische industrielle Protokolle angepasst und unter realen Bedingungen evaluiert werden. Diese Systeme können dann nachträglich in bestehende Anlagen integriert oder bei der Entwicklung zukünftiger Industrie-4.0-Anwendungen als Basisplattform genutzt werden“, schildert Adamczyk.

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