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Kunststoffbranche Fakten

Trotz einiger „Sandkörnchen“ im Getriebe blickt die Kunststoffbranche optimistisch in die Zukunft

| Redakteur: Peter Königsreuther

Nicht ganz so lotrecht aber dennoch stabil, manifestiert sich derzeit die Geschäftslage der europäischen Kunststoffindustrie. Kopfzerbrechen bereiten etwa Energiekosten und Lieferengpässe bei Polyolefinen. Dennoch erwartet man in den nächsten drei Jahren zarte Zuwachsraten.
Nicht ganz so lotrecht aber dennoch stabil, manifestiert sich derzeit die Geschäftslage der europäischen Kunststoffindustrie. Kopfzerbrechen bereiten etwa Energiekosten und Lieferengpässe bei Polyolefinen. Dennoch erwartet man in den nächsten drei Jahren zarte Zuwachsraten. (Bild: Messe Düsseldorf)

Applied Market Information (AMI), ein Beratungsunternehmen für die Kunststoffbranche, meint, dass die europäische Kunststoffindustrie sich wieder einmal in einer Phase des Umbruchs und des Wandels befindet und noch immer darum kämpft, sich aus der Stagnation zu befreien, welche die zurückliegenden Rezessionen ausgelöst haben. Experten aus der Branche präzisieren im Folgenden die Situation:

AMI prognostiziert bis 2019 ein Wachstum der Polymernachfrage um knapp über 1 % im Jahr. Insgesamt zeigen sich die europäischen Polymerproduzenten durchaus optimistisch. Mark Garrett, CEO bei Borealis, bestätigt, dass die Margen in der integrierten Polyolefinindustrie auf einem historischen Höhenflug sind. Er merkt an, dass eine solide Nachfrage in Kombination mit Lieferengpässen, insbesondere infolge außerplanmäßiger Produktionsunterbrechungen, Auswirkungen auf die Polyolefinpreise gehabt hat.

Volatile Preise und Lieferengpässe

Berichte von Branchenverbänden aus mehreren Ländern, die Wachstum verzeichnen, weisen auf eine Verbesserung der Aussichten der kunststoffverarbeitenden Industrie in Europa hin. Selbst in Italien, wo der Verbrauch seit einiger Zeit bestenfalls als schwach zu bezeichnen war, sieht der Verband der Maschinenhersteller Assocomaplast einen starken Aufwärtstrend bei der Auftragslage. In Deutschland konnte der Sektor selbst nach dem Rekordjahr 2014 noch ein weiteres moderates Wachstum verzeichnen.Dennoch klagt Dirk Westerheide, Präsident des deutschen Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie GKV, über größere Lieferengpässe und die äußerst volatile Preisentwicklung bei den Rohstoffen, insbesondere bei Polyolefinen.

Kunststoffverarbeiter in ganz Europa hatten im vergangenen Jahr Probleme mit der Rohstoffbeschaffung. Mehrere große Polyolefinwerke standen längere Zeit still, und die weltweiten Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Handel erschwerten den Verarbeitern die Beschaffung von Rohstoffen an internationalen Märkten. Zu diesen Faktoren gehörten nicht nur der relativ schwache Euro gegenüber dem US-Dollar, sondern auch die anhaltend starke Nachfrage nach Kunststoffen in Asien und den USA. Im laufenden Jahr gibt es jedoch Anzeichen für eine weniger volatile Preisentwicklung.

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