Werkzeugmaschinen/Elektronik Trumpf schlägt eigene Wachstumsprognose um das Doppelte

Autor: Stéphane Itasse

Bei Trumpf laufen die Geschäfte gut. Der Anbieter von Werkzeugmaschinen, Lasertechnik und Elektronik konnte zum Abschluss des Geschäftsjahres 2016/2017 zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis verbuchen.

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Trumpf übertrifft sich selbst: Für das Geschäftsjahr 2016/17 konnte Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung, ein doppelt so hohes Wachstum wie prognostiziert verkünden.
Trumpf übertrifft sich selbst: Für das Geschäftsjahr 2016/17 konnte Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung, ein doppelt so hohes Wachstum wie prognostiziert verkünden.
(Bild: Itasse)

Zum 30. Juni 2017 stand bei den Ditzingern ein Ergebnis vor Steuern von 337,2 Mio. Euro in den Büchern nach 303,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015/16. Dies entspricht einer Steigerung von 11,3 %. Die Umsatzrendite betrug wie im Vorjahr 10,8 %.

Umsatz von Trumpf erstmals über 3 Mrd. Euro

Ein hohes Wachstum verzeichnet Trumpf auch bei Umsatz und Auftragseingang. Mit 3,1 Mrd. Euro lag der Umsatz nach einem Wachstum um 10,8 % erstmals in der Firmengeschichte auf 3 Mrd. Euro, im vorhergehenden Geschäftsjahr waren es noch 2,8 Mrd. Euro gewesen. Noch stärker legte der Auftragseingang zu: Nach einem Plus von 21 % ergaben sich am Ende 3,4 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Mrd. Euro). Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 war Trumpf noch von einer Wachstumsrate von 5 bis 6 % ausgegangen.

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„Trumpf profitiert von einer starken Weltkonjunktur, die sich positiv auf das Kundenverhalten auswirkte. Es wird in vielen Teilen der Welt investiert, und zwar nicht nur in Konsumgüter, sondern auch in den Aufbau einer eigenen Fertigungsindustrie“, sagte Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung. Dieses Investitionshoch solle noch mindestens bis Ende des kommenden Jahres anhalten. Politische Entwicklungen hätten hingegen bisher kaum Auswirkungen auf das Geschäft.

Investitionen steigen um fast 46 % auf mehr als 200 Mio. Euro

Die gute Geschäftslage nutzte das Ditzinger Unternehmen für eigene Investitionen – sie stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 45,6 % auf 200,4 Mio. Euro. Unter anderem entstand das neue Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von rund 40 Mio. Euro und ein Produktionsgebäude in Neukirch/Sachsen. Im Ausland baute Trumpf unter anderem eine Industrie-4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago und ein neues Fabrikationswerk beim chinesischen Joint-Venture JFY.

In ihrem Ausblick bleibt Leibinger-Kammüller vorsichtig. Sie erwartet ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich: „Dahinter steckt die Erfahrung, dass Prognosen angesichts der Dynamik der Weltwirtschaft und der Politik schwer zu treffen sind.“

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