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Präzisionswerkzeuge Tungaloy verdoppelt Produktionskapazität

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der japanische Hersteller von Präzisionswerkzeugen Tungaloy Co. Ltd. hat an seinem Firmenhauptsitz in Iwaki eine neue Produktionsstätte eröffnet. Mit dem Werk will Tungaloy sich nach eigenen Angaben besser für die steigenden Anforderungen des internationalen Marktes rüsten.

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Warren Buffet (Mitte rechts) und Yoshito Uehara (Mitte links) wollen den Tungaloy-Standort Iwaki bei Fukushima stützen. (Bild: Tungaloy)
Warren Buffet (Mitte rechts) und Yoshito Uehara (Mitte links) wollen den Tungaloy-Standort Iwaki bei Fukushima stützen. (Bild: Tungaloy)

Auf insgesamt mehr als 15.000 m² werden mit der Eröffnung des neuen Werks Zerspanwerkzeuge hergestellt, wie Tungaloy weiter mitteilt. Der Investor des Unternehmens, der 81-jährige Milliardär Warren Buffet, übergab bei seinem ersten Japanbesuch überhaupt das Werk seiner Bestimmung und äußerte sich erfreut über den schnellen Aufbau nach dem verheerenden Erdbeben im Osten des Landes: „Ich bin beeindruckt, dass Tungaloy in nur neun Monaten alle Schäden beheben konnte. Mein Respekt gilt den Japanern, die nie aufgeben und stets nach vorne blicken.“

Tungaloy musste Werkseröffnung nach Erdbeben verschieben

Ursprünglich war die Eröffnung für den 22. März 2011 geplant, musste jedoch wegen des Bebens und den dadurch entstandenen Schaden an der Produktionsstätte verschoben werden. Seit Ende November 2011 ist die Fertigung in Iwaki voll einsatzbereit.

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Yoshito Uehara, Vorstandsvorsitzender von Tungaloy, sagte: „Unsere ultramoderne Produktionsstätte ist fertiggestellt, und wir können nun die ‚Zerspanerwelt‘ schneller in noch größerem Umfang mit innovativen Produkten beliefern. Mit unserem neuen Werk hoffen wir, zum wachsenden Erfolg der Wirtschaft in Japan und der Welt beitragen zu können und zur Nr. 1 auf dem hiesigen Markt zu werden.“

Die Fertigung befindet sich laut Mitteilung auf dem neuesten Stand der Technik. Pressen, Schleifmaschinen und großvolumige Sinteranlagen würden die vollautomatisierte Produktion von Wendeschneidplatten auf gleichbleibend hohem Niveau gewährleisten. Durch diese Investition erhöhe Tungaloy die Produktkapazitäten auf 8 Mio. Wendeschneidplatten pro Monat. Das sei ein Plus von 30% im Vergleich zum Jahr 2010 und eine Verdopplung der Kapazitäten der vorher bestehenden Produktionsstätte.

Tunagloy fertigt in neuem Werk vor allem Standardwerkzeuge

Im neu errichteten Werk werden überwiegend Standardwerkzeuge gefertigt, heißt es. Die ursprünglichen Produktionsanlagen würden für die Herstellung komplexer Sonderwerkzeuge genutzt. Um die Qualität der Werkzeuge ständig zu überprüfen und auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten, habe Tungaloy im Hauptgebäude ein Zerspanlabor eingerichtet. Zudem würden sich dort auch Seminarräume zur Schulung der weltweiten Mitarbeiter und Kunden finden.

Seit 2009 hat Tungaloy seine Vertretungen weltweit auf zirka 20 Niederlassungen verdoppelt. Die Produktion in Iwaki soll den steigenden Anforderungen aus aller Welt nachkommen und Tungaloy besser für den internationalen Markt aufstellen.

Tungaloy gehört seit 2008 zur IMC Group, dessen Haupteigner Warren Buffet ist. Der Milliardär hält weiterhin an der Region Fukushima fest und sieht dort großes Wachstumspotenzial. „Selbst nach dem verheerenden Erdbeben hat sich meine Haltung zur Wirtschaftslage von Fukushima und Japan allgemein nicht geändert“, bekräftigt der 81-Jährige anlässlich der Eröffnung des neuen Werkes.

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