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Wachstum Turbinenhersteller Nordex meldet Umsatzplus von 41 %

| Redakteur: Kai Ulrich

Der Turbinenhersteller Nordex setzt seinen Wachstumskurs im dritten Quartal fort und erhöht seine Umsatzprognose für 2015 auf 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg um 41 % auf fast 1,8 Mrd Euro. Der Auftragseingang verzeichnete ein Plus von 57 % auf knapp 2,0 Mrd Euro.

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Das Wachstum ist auch an der Produktionsleistung ablesbar. So erhöhte sich der Output der Turbinenmontage um rund 43 % auf einen Wert von 1.539 MW (9M/2014: 1.076 MW).
Das Wachstum ist auch an der Produktionsleistung ablesbar. So erhöhte sich der Output der Turbinenmontage um rund 43 % auf einen Wert von 1.539 MW (9M/2014: 1.076 MW).
(Bild: Ulrich Mertens, Atelier für Kunst und Fotografie)

Im dritten Quartal 2015 hat die Nordex-Gruppe ein stark anziehendes Geschäft verzeichnet. Im Zeitraum vom 1.7.2015 bis zum 30.9.2015 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatzanstieg von über 50 % auf 685,8 Mio Euro. Im dritten Quartal 2014 waren es noch 451,2 Euro. Bezogen auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 lag der Zuwachs im Geschäftsvolumen bei 41 %, der Umsatz kletterte auf 1,786 Mrd Euro. Im Vergleichszeitraum 2014 lag der Umsatz bei 1,267 Mrd Euro. Dabei profitierte der Turbinenhersteller insbesondere von der Nachfrage aus Europa und Südafrika, wo insgesamt 88 % vom Umsatz erzielt wurde. Weitere 12 % des Geschäfts erwirtschaftete Nordex in Amerika. Das Wachstum ist auch an der Produktionsleistung ablesbar. So erhöhte sich der Output der Turbinenmontage um rund 43 % auf einen Wert von 1.539 MW. Im Vergleichszeitraum 2014 betrug der Output 1.076 MW.

Gewinne im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Gleichzeitig verbesserte sich das operative Ergebnis des Konzerns. In den ersten neun Monaten 2015 stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um knapp 63 % auf 97,6 Mio Euro. Im Vergleichszeitraum 2014 lag das Ebit bei 59,9 Mio Euro. Bezogen auf das dritte Quartal 2015 verbesserte sich das Ebit auf 36,1 Mio Euro. Im dritten Quartal 2014 lag das Ebit bei 22,8 Mio Euro. Positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten dabei Skaleneffekte. So stiegen die Strukturkosten im Vergleich zum Geschäftsvolumen unterdurchschnittlich, ihre Quote reduzierte sich von 14,8 % auf 13,7 %. Der Konzerngewinn stieg im Berichtszeitraum um 62 % auf 45,4 Mio Euro. Im Vergleichszeitraum 2014 betrug der Konzerngewinn 28,0 Mio Euro. Dies war auch durch ein um 2,6 Mio Euro verbessertes Finanzergebnis begünstigt.

Solide Basis für zukünftiges Wachstum

Die solide Bilanzstruktur der Gruppe bildete eine wichtige Grundlage für das Wachstum. Die Bilanz zeichnet sich durch eine um 17 % gestiegene Liquidität von 454,4 Mio Euro aus. Am 31.12.2014 verfügte die Gruppe über 388,4 Mio. Euro liquide Mittel. Bei einer um 19 % auf 1.478,9 Mio Euro gestiegenen Bilanzsumme verfügt Nordex über eine Eigenkapitalquote von 30,3 %. Die Working Capital Quote stieg in Folge der Vorbereitung auf zahlreiche kurzfristig zu liefernde Aufträge auf 1,0 %. Am 31.12.2014 verzeichnetet die Working Capital Quote noch einen negativen Wert von -2,3 %. Mit diesem weiterhin niedrigen Niveau lag Nordex voll im Plan. Zudem erzielte die Gruppe einen positiven Free Cashflow, der 18,5 Mio Euro betrug. Im Vergleichszeitraum 2014 waren es 119,8 Mio Euro.

Auftragseingang gestiegen

Der Auftragseingang erhöhte sich im Berichtszeitraum um 57 % auf einen Wert von 1.964,0 Mio Euro Im Vergleichszeitraum 2014 betrug der Auftragseingang 1.253,2 Mio Euro. Entsprechend stieg der Auftragsbestand zum 30. September 2015 um 32 % auf knapp 1,8 Mrd Euro und sichert das erwartete Wachstum bis ins Jahr 2016.

Vorstand setzt neue Ziele

Auf Grundlage der positiven Geschäftsentwicklung in den zurückliegenden drei Quartalen sowie des starken Auftragsbuchs erhöht der Vorstand seine Umsatzziele für das laufende Jahr von 1,9 bis 2,1 Mrd Euro auf jetzt 2,3 bis 2,4 Mrd Euro. Gleichzeitig geht Nordex von einem guten Neugeschäft im vierten Quartal aus und erhöht auch die Prognose für den Auftragseingang von 2,1 bis 2,3 Mrd Euro auf 2,3 bis 2,4 Mrd Euro. Zudem stellt Nordex unverändert eine Verbesserung der operativen Marge auf 5,0 bis 6,0 % in Aussicht.

In der Branche überdurchschnittlich

„Wir wachsen zurzeit im Vergleich zur Windindustrie überdurchschnittlich. Hier macht sich unsere Fokussierung auf die richtigen Märkte, Produkte und Leistungen bezahlt. Um diesen Expansionskurs auch längerfristig beibehalten zu können, haben wir uns jetzt dazu entschlossen, das Geschäft durch die Zusammenführung unserer Aktivitäten mit denen der Acciona Windpower entscheidend zu stärken“, so Nordex-CEO Lars Bondo Krogsgaard. Über die mittelfristigen Aussichten und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft nach der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden berichtet Nordex morgen im Rahmen eines Capital Market Days in Frankfurt.

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