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Individuelle Werkzeugkonzepte

Turbo-Zerspanen von Titan, Composites und Alu

| Redakteur: Luca Meister

6000 Stunden einsparen und Bearbeitungskosten minimieren

Fräser der Z-Carb-Reihe sind wahre Kraftpakete. Ihre ungleichen Spiralwinkel verhindern Schwingungen, die ungleiche Schneidenteilung unterdrückt Rattern. Der patentierte variable Spanwinkel sorgt für die ideale Spanform.

Die spezielle Eckenradiusgeometrie mit engen Radiustoleranzen gewährleisten erhöhte Konturgenauigkeit, verbessertes Schneidverhalten und reduzierte Schneidkantenbelastung. Ti-NAMIT-X, eine extrem harte Werkzeugbeschichtung mit sehr gutem Haftungsverhalten auch bei hohen Temperaturen, sorgt für das dicke Plus an Standzeit auch bei der Titanbearbeitung.

Zum Schlichten modifizierte SGS Fräser aus der V-Carb-Reihe. Die spezielle Geometrie und Spanform sorgt für vibrationsfreies Schlichten und beste Oberflächengüten. Mit der Ti-NAMITE-A-Beschichtung trotzt V-Carb starker Hitze, die bei der Zerspanung von Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit entsteht.

Lehming erläutert: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am Ende unserer Optimierungsschleifen stand eine Reduktion der Bearbeitungszeit um 12 Stunden je Werkstück. Das sind für den Kunden rund 6000 Stunden im Jahr. Dabei minimieren sich Bearbeitungskosten um 1200 Euro pro Werkstück.“

Raketenauto Bloodhound: SGS Tool ist Technologiepartner

Lehming: „Weltweit suchen führende Unternehmen aus den Bereichen Motorsport und Luftfahrttechnik bei SGS Tool nach richtungsweisenden Lösungen. Ein besonderes Projekt ist das Raketenauto Bloodhound.“ Mit dieser Hybrid-Rakete will der britische Pilot Andy Green 2015 einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge mit rund 1600 km/h aufstellen. Als Technologiepartner des Projekts stellt SGS Tool zur Herstellung von Raketenbauteilen sowie Komponenten der Kraftstoffpumpe Hochleistungswerkzeuge zur Verfügung.

So z.B. die S-Carb-Schaftfräser APR und APF zur Aluminiumbearbeitung. Die Drei-Schneiden-Schaftfräser sind zur Hochgeschwindigkeitszerspanung von NE- und nichtmetallischen Werkstoffen konzipiert. Dank ihrer speziellen Geometrie und neuartigen Spankontrolle sind sie extrem rundlaufgenau, verhindern Aufbauschneiden und glänzen durch enorm hohe Präzision und Standzeiten.

S-Carb-APR-Serie zum Hochleistungsschruppen

Fräser der S-Carb-APR-Serie eignen sich dank ihrer speziellen Entwicklung besonders für die Hochleistungsschruppbearbeitung von Aluminium-Strukturbauteilen. Lehming: „Mit einer 90-kW-Spindel sind über 9000 cm3 an Zeitspanvolumen mit dem S-Carb APR, Durchmesser 25 mm, möglich. Als Faustformel gilt 1000 cm3/min Zerspanvolumen je 10 kW Spindelleistung.“

Fräser aus der S-Carb APF-Serie reduzieren deutlich die Bearbeitungszeiten von dünnwandigen Aluminiumprofilen ohne Deformierung. Niklas Lehming: „APF realisiert Schlichtergebnisse, die mit Abzeilen nicht erreicht werden können.“

Ein V8-Motor dient als Kraftstoffpumpe

„Äußerste Präzision bei der spanenden Bearbeitung ist ein absolutes Muss“, unterstreicht Daniel Jubb, Geschäftsführer des Raketenspezialisten Falcon, mit dem SGS zusammenarbeitet. Dabei weist er darauf hin, welche Anforderungen allein bei nur einem Raketenbauteil erfüllt sein müssen: Als Kraftstoffpumpe dient ein Cosworth-F1-V8-2,5-Liter-Benzinmotor mit 800 PS Leistung. Diese Power ist auch nötig, denn der eigentliche Antrieb, eine Hybrid-Rakete, verbraucht im Verbrennungsdurchlauf 1 Tonne HTP (High Test Peroxide) Raketentreibstoff. Der Formel-1-Motor befördert bei einer Drehzahl von 10 000 min–1 und einem Druck von knapp 76 bar pro Sekunde zirka 50 kg HTP in die Brennkammer. Nach der Zündung des Treibstoffs in der Rakete schieben 135 000 PS den Bluthund nach vorne.

Jubb: „Die Funktionalität in Sachen Druck und Fördermenge der HTP-Kraftstoffpumpe bewegt sich im äussersten Grenzbereich. Daher ist für die Gewährleistung eines höchst leistungsfähigen Betriebes eine zuverlässige Verarbeitungsqualität umso wichtiger. Und die erreichen wir mit SGS-Werkzeugen.“

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