Automatisierung Über Automation in die Lohnfertigung einsteigen

Autor / Redakteur: Udo Hipp / Mag. Victoria Sonnenberg

Hohner Maschinenbau fühlt sich in der Komplexität und Präzision zuhause. Warum dieses Know-how nicht ausbauen und als Lohnfertiger ein weiteres Standbein aufbauen? Mit zwei roboterautomatisierten 5-Achs-Bearbeitungszentren von Hermle geht der Maschinenbauer den entscheidenden Schritt.

Hohner Maschinenbau fertigt auf der neuen Hermle-Anlage Losgrößen von fünf bis 500 Stück.
Hohner Maschinenbau fertigt auf der neuen Hermle-Anlage Losgrößen von fünf bis 500 Stück.
(Bild: Hermle)

Keine Flyer, keine Theaterprospekte, keine Menükarten – in den Druckereien ist es stiller geworden im vergangenen Jahr. Auswirkungen hat das auch auf die Unternehmen, die Maschinen für die grafische Industrie entwickeln, wie die Hohner Maschinenbau GmbH.

In diese Stille hinein investiert das Tuttlinger Familienunternehmen in zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, automatisiert mit dem leistungsstärksten Roboter, den die Gosheimer im Programm haben. Hohner steigt damit in die Lohnfertigung ein und baut sich ein viertes Standbein auf – unabhängig von der Druckbranche. Hans-Peter Schöllhorn, CEO der Hohner Maschinenbau GmbH, muss etwas ausholen, um den Weg vom Drahtheftbereich zur Auftragsfertigung von Präzisionsteilen plausibel zu erklären: „Seit den 1950er Jahren sind wir stark an die grafische Industrie gebunden. Zum einen mit unseren eigenen Anlagen zur Druckweiterverarbeitung, den Sammelheftern, zum anderen als Hersteller von Schmalheftköpfen, die wir weltweit an OEM liefern.“