Zulieferer Ukrainische Leoni-Werke laufen wieder

Quelle: dpa

Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind nicht abschätzbar. Bereits Mitte des Monats hatte Leoni seine Geschäftsprognose für 2022 daher gesenkt. Zumindest kann an den beiden betroffenen Firmenstandorten wieder gearbeitet werden.

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Leoni-Kabelbaumfertigung in Nezhukhiv nahe dem westukrainischen Lemberg.
Leoni-Kabelbaumfertigung in Nezhukhiv nahe dem westukrainischen Lemberg.
(Bild: picture alliance / Photoshot)

Die Leoni-Produktion in zwei ukrainischen Werken ist „in begrenztem Umfang“ wieder angelaufen. Das gab der Vorstandschef des Automobilzulieferers Aldo Kamper am Mittwoch im Rahmen der Präsentation der Bilanz des vergangenen Jahres bekannt. Dies sei „im Einklang mit dem erklärten Willen der ukrainischen Regierung, dem Bekenntnis der Kunden und nicht zuletzt den Wünschen der Belegschaft“ erfolgt.

Andere Standorte im weltweiten Leoni-Produktionsverbund hätten zudem damit begonnen, ukrainische Produktionskapazitäten zu übernehmen.

In den beiden ukrainischen Leoni-Werken sind unter normalen Umständen 7.000 Mitarbeiter tätig. Ihre Sicherheit stehe an erster Stelle aller Überlegungen, hatte das Unternehmen erklärt.

„Es ist beeindruckend und bewegend zugleich, wie entschlossen unsere Mitarbeiter sind, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zu spüren, wie sie für ihr Land und ihre Art zu leben einstehen. Ihre Sicherheit, ihre Leben haben für uns absolute Priorität“, betonte der Leoni-Chef. „Leoni stands with Ukraine.“

Verhaltene Prognose

Leoni geht nach einem schwierigen, aber stabilen Geschäftsjahr 2021 vor allem wegen der Ukraine-Krise von sinkenden Umsätzen im laufenden Jahr aus. Das ursprünglich ausgegebene Ziel von Einnahmen von rund fünf Milliarden Euro könne der Bordnetz- und Kabelspezialist wohl nicht halten.

Im vergangenen Jahr hatte Leoni seine Umsätze um fast ein Viertel auf 5,1 Milliarden Euro gesteigert. Der Konzernverlust sei unter dem Strich von 330 auf 48 Millionen gedrückt worden.

Leoni beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeiter in 28 Ländern.

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