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Trenntechnik Ultrakurzpulslaser schneidet Faserverbundwerkstoffe

| Redakteur: Peter Königsreuther

Kalt und schonend schneiden, ist das Motto der Laser World Photonics 2013, die auf dem Messegelände München vom 13. bis 16 Mai stattfindet. Mit dabei sein wird auch das Unternehmen IMRA, das sein Know-how zum Thema Ultrakurzpulslaser auch für das Schneiden von CFK- und GFK-Werkstoffen anwenden will.

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IMRA will mit seinen Ultrakurzpulslasern auch Composite-Materialien trennen.
IMRA will mit seinen Ultrakurzpulslasern auch Composite-Materialien trennen.
(Bild: IMRA)

Die Möglichkeiten der Laser faszinieren Anwender seit dessen Erfindung: extrem präzise, äußerst stark gebündelte Energie und für sehr filigrane Bearbeitungen geeignet. Das Problem: Die Hitze zerstört und schädigt Materialien und Gewebe in einem Maß, das nicht immer akzeptabel ist und begrenzte die Einsatzmöglichkeiten – bis die Ultrakurzpulslaser entwickelt wurden.

Sie senden Pulse von nur einigen Pikosekunden oder weniger in das Material. So kann es beispielsweise abgetragen oder geschnitten werden, bevor dort Wärme entstehen und das Material beeinträchtigen kann.

Composite delaminationsfrei schneiden

Als Anwendungsfelder, auf denen Ultrakurzpulslaser ihre Stärken voll ausspielen können, nennt Dr. Gyu C. Cho, Executive Vice President des Ultrakurzpuls-Faserlaser-Pioniers IMRA etwa die Feinstbearbeitung von transparenten Materialien oder sehr harten, spröden Werkstoffen. Dr. Cho sieht durch diese Systeme auch völlig neue Möglichkeiten beim Schneiden von Composite-Werkstoffen, die mit klassischen Lasern oder anderen Methoden an den Kanten entweder verbrennen oder delaminieren.

Für die diversen Anwendungen liefert IMRA Femtosekundenlaser mit bis zu 20 W mittlerer Leistung und 50 Mikrojoule Pulsenergie. Zu den ersten Branchen, die in großem Umfang von den Ultrakurzpulslasern profitieren werden, dürften laut Dr. Cho die Hersteller von Displays, die Halbleiter- und die Mikroelektronikindustrie zählen.

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