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Schuler Umformpresse bringt den Leichtbau voran

| Redakteur: Stéphane Itasse

Um die Kosten zur Herstellung von CFK um 25 % zu senken, den Energiebedarf um die Hälfte zu reduzieren und eine Recycling-Quote von 80 % zu erreichen, hat das US-amerikanische Institute for Advanced Composites Manufacturing Innovation (IACMI) in Knoxville, Tennessee, jetzt sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Detroit, Michigan, um eine 3600-t-Presse von Schuler erweitert.

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Schuler hat eine hydraulische 3600-t-Presse an das Institute for Advanced Composites Manufacturing Innovation in Detroit geliefert.
Schuler hat eine hydraulische 3600-t-Presse an das Institute for Advanced Composites Manufacturing Innovation in Detroit geliefert.
(Bild: Schuler )

Die Anlage wird von der Michigan State University im Auftrag der IACMI betrieben, einer nicht-kommerziellen Forschungseinrichtung, die zum Netzwerk „Manufacturing USA“ gehört, und IACMI-Mitgliedern für Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Verfügung gestellt. Die Wirtschaftsförderung des US-Bundesstaates Michigan, ein Gründungsmitglied von IACMI, gewährt finanzielle Unterstützung für die Anschaffung der Ausstattung und die Verbesserung der Infrastruktur.

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Das IACMI konzentriert sich auf die Einsatzbereiche Fahrzeugteile, Windkraftanlagen und Kompressionsgasspeicher. „Auf der ganzen Welt müssen wir die Energieproduktivität steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch über den Lebenszyklus hinweg reduzieren“, sagt Ray Boeman, stellvertretender Direktor für Fahrzeugtechnik und Programmleiter für das Zentrum von IACMI – The Composites Institute in Detroit. „Die effiziente und wirtschaftliche Produktion von faserverstärkten Kunststoffen ist hier eine hervorragende Möglichkeit, und die Industrie hat die langfristigen Herausforderungen erkannt – nämlich den freien Zugang zu Composite-Fertigungsanlagen, mit denen sich die Technik in voll funktionsfähigen Prototypen entwickeln und demonstrieren lässt.“

Composites-Presse mit dynamischer Druckregelung

Die Schuler-Presse bietet laut Mitteilung des Göppinger Herstellers nicht nur eine dynamische Druckregelung für reduzierten Energieverbrauch, sondern auch eine deutliche Reduzierung von Werkzeug-Tryout und Verschleißkompensation und stellt damit einen schnellen Entwicklungsprozess für IACMI sicher. „Darüber hinaus verfügt die Presse über eine Biege-Schmiege-Technik, um systembedingte Abweichungen bei Prozessvariablen und Materialien zu kompensieren und eine gleichmässige Bauteildicke zu erhalten“, sagt Paul Nicholson, CEO von Schuler in Nordamerika.

Biege-Schmiege-Linien sind eine notwendige Voraussetzung für die Herstellung von dünnen Teilen innerhalb begrenzter Toleranzen, die unter 0,2 mm liegen, zum Beispiel für den Leichtbau. Schuler kann auch Erfahrung mit der Verarbeitung von anderen leichten Werkstoffen wie Aluminium und formgehärteten Stählen vorweisen.

Die Unterkolben-Kurzhubpresse hat eine Aufspannfläche von 3,60 m × 2,40 m. Durch die Ergänzung um eine hydraulische Presse erweitert sich die Ausstattung des IACMI für mehr als 150 Mitglieder der Einrichtung, zu denen seit kurzem auch Schuler zählt.

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