WSM Umlage für erneuerbare Energien macht Stahlverarbeitern Kummer

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland lag im Zeitraum Januar bis September um 18% über dem sehr niedrigen Wert des Vorjahres, meldet der WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Produktionswachstum von 13%, für 2011 aufgrund des höheren Ausgangsniveaus ein Plus von 4,5%.

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Die Stahl- und Metallverarbeiter produzieren wieder kräftig. Noch sind sie aber vom Niveau der Boomjahre weit entfernt. (Bild: MM-Archiv)
Die Stahl- und Metallverarbeiter produzieren wieder kräftig. Noch sind sie aber vom Niveau der Boomjahre weit entfernt. (Bild: MM-Archiv)

WSM-Hauptgeschäftsführer Andreas Möhlenkamp warnte anlässlich der Prognose vor den stetig steigenden Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien. Die sogenannte EEG-Umlage überfordere die Unternehmen. „Die Umlage macht ab 2011 bei vielen Unternehmen bereits die Hälfte des Gewinns aus.“

Stahlverarbeiter produzieren immer noch weniger als vor der Krise

Der Umfang der Deckelung sollte ebenso Gegenstand der im nächsten Jahr anstehenden EEG-Novelle sein wie eine mögliche Staffelung der Umlage nach dem Energieverbrauch. Kurzfristig sollte zudem nach den Vorstellungen des WSM die Härtefallregelung auf den stromintensiven Mittelstand ausgeweitet werden.

In der Produktion ist der Weg zurück auf das Vorkrisenniveau erst zur Hälfte beschritten, sie müsste laut WSM um weitere 17% zulegen, um wieder auf das Niveau des Jahres 2008 zu gelangen. Die Auftragseingänge legten in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 33% zu.

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