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Konstruktionselemente

Umweltschutz kostet nicht nur, sondern zahlt sich langfristig aus

| Autor/ Redakteur: Victoria Sonnenberg / Victoria Sonnenberg

Mit der Erfindung des zweireihigen Pendelkugellagers legte Sven Wingqvist die Innovations- und Effizienzmesslatte hoch. Dass SKF die Ideale seines ersten Chefs auch nach mehr als 100 Jahren beibehalten und mit dem Beyond-Zero-Programm noch optimiert hat, schildert Geschäftsführer Manfred E. Neubert im MM-Interview.

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( SKF )

2005 startete SKF sein Beyond-Zero-Programm. Welche Ziele verfolgt Ihr Unternehmen mit dem „ökologischen Lebenszyklus-Konzept“?

Neubert: Im Prinzip haben wir den Umweltschutz ja schon seit der Unternehmensgründung im Programm: Von Anfang an ging es uns um Reibungsminimierung und somit um geringeren Energieverbrauch. Das in unserer Tradition verankerte „Energiespar-Konzept“ ist im Zeitalter eines wachsenden ökologischen Bewusstseins aktueller denn je: Heutzutage sehen sich immer mehr Industriezweige mit steigenden Energiekosten und gesetzlichen Vorschriften konfrontiert, die nach neuartigen, ressourcenschonenderen Lösungen verlangen. Es gilt, eine optimale Energiebilanz zu erzielen. Dazu braucht es ein Maximum an Effizienz – sowohl in unserer eigenen Fertigung als auch in der Anwendung beim jeweiligen Kunden. Diesem Trend kommen wir mit unserem Beyond-Zero-Portfolio entgegen.

Warum dieser Name – was soll „Über Null hinaus“ bedeuten?

Neubert: Beyond Zero heißt so, weil wir dadurch nicht nur unsere eigenen Umwelteinflüsse, sondern auch die Umwelteinflüsse der jeweiligen Anwender senken. Ziel dabei ist es, durch den Einsatz entsprechender Lösungen beim Anwender mehr Ressourcen zu schonen, als ihre Herstellung bei uns gekostet hat. Insofern stellt Beyond Zero ein „ökologisches Lebenszyklus-Konzept“ dar, das weit über unsere eigenen Unternehmensgrenzen hinausreicht.

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SKF Beyond Zero
Fit für die Zukunft – mit schwarzen Zahlen in den grünen Bereich

Aus dem Beyond-Zero-Portfolio spricht das Selbstverständnis von SKF, Verantwortung für die Umwelt und nachhaltiges Wirtschaften zu übernehmen.

Aus diesem Grund dient das „grüne Lebenszyklus“-Konzept rund um besonders ressourcenschonende Produkte zwei ökologisch relevanten Zielen gleichzeitig:

  • der Reduzierung von Umwelteinflüssen aus der eigenen Geschäftstätigkeit;
  • der Reduzierung von Umwelteinflüssen durch die Anwender von SKF-Produkten.
  • Der Umsatz mit den ökologisch wie ökonomisch gleichermaßen sinnvollen Lösungen belief sich 2013 auf knapp 360 Mio. Euro. Im Jahr 2016 soll er rund 1 Mrd. Euro erreichen. Wegen seiner ambitionierten Klimaschutzstrategie und -maßnahmen ist SKF 2012 in das „Climate-Savers“-Programm des World Wildlife Fund aufgenommen worden.

    Ist das der Grund dafür, dass Sie 2012 als bis dato einziges Fertigungsunternehmen in das „Climate Savers Programme“ des WWF aufgenommen worden sind?

    Neubert: Natürlich setzen wir zuallererst im eigenen Hause sehr ehrgeizige Vorgaben zur Verringerung unserer eigenen Treibhausgase in die Tat um. Durch Beyond Zero erweitern wir unsere Umweltschutzanstrengungen aber auf den gesamten Lebensweg unserer Lösungen. All das zusammen – also die konsequente Verfolgung einer durchgängigen Umweltschutzstrategie von der Herstellung eines Produkts über dessen Einsatz beim Kunden bis hin zum Ende seines Lebenszyklus – hat den WWF offenbar überzeugt.

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