Netstal auf der Fakuma 2017

Ungetrübter Kaffeegenuss durch Coinjektions-Technik

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Spritzgießen mit hohem Druck und Präzision

Die Herstellung von dünnwandigen Teile erfordere eine sehr hohe Einspritzleistung. Nicht nur die maximal erreichbare Einspritzgeschindigkeit ist bei dieser Aufgabe, wie Netstal betont, ausschlaggebend, sondern auch die Dynamik der Spritzgießmaschine. Für die exakte Ausbildung mehrerer Schichten sei auf der andererseits aber auch die absolute Präzision und Reproduzierbarkeit gefragt. „Die Elion 1200-250/120 bietet mit ihrem elektrischen Hauptaggregat und dem vertikal, per VNC integrierten Plasdan-Zusatzaggregat, auf geringer Stellfläche die optimalen Voraussetzungen für das Coinjection-Verfahren", betont Marcel Christen, Applikations- und Produktmanager Packaging bei Netstal.

Optimierte Schließeinheit macht stets „kurzen Prozess“

Aufgrund des speziellen Übertragungsprinzips mit Doppel-Zahnstangen-Getriebe und einer hochpräzisen in die Spritzachse integrierten Kraftmessung biete das Haupt-Spritzaggregat der Maschine die nötige hohe Dynamik und Präzision gepaart mit absoluter Reproduzierbarkeit. Das Ergebnis, so Netstal, ist eine Schuss-zu-Schuss-Konstanz, die am Markt bisher unerreicht ist. Die Schließeinheit der Elion sei zugleich auf höchste Geschwindigkeit getrimmt und garantiere für jede Anwendung die kürzest möglichen Zykluszeiten. Wegen des konsequent modularen Aufbaus und einer Vielzahl an Ausrüstungsoptionen lasse sich diese Spritzgießmaschine perfekt an die Bedürfnisse aus den verschiedenen Anwendungsbereichen anpassen.

Coinjektions-Verfahren macht Kaffeegenießer glücklich

Die wichtigste Aufgabe einer Kaffeekapsel sei es, den Inhalt vor äußeren Störfaktoren, Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Nur dann schmeckt der Genießer das volle Aroma. Aluminium bietet dabei einen besonders guten Schutzeffekt, verbraucht laut Netstal bei seiner Herstellung jedoch extrem viel Energie, so dass der Gedanke naheliegt, die Vorteile von Kunststoff für das Einwegprodukt zu nutzen. Der Knackpunkt sei dann, wie man den Aromaschutz gewährleiste.

„Die zündende Idee von Netstal setzt auf das präzise Coinjection-Verfahren und die gute Barrierewirkung von Polyethylenvinylalkohol (EVOH) und Polyvinylalkohol (PVOH)", merkt Reto Gmür, Applikations-Ingenieur bei Netstal, an. Weit verbreitet seien einschichtige Lösungen aus Polyproplyen (PP) und Polylactide (PLA). Diese sind zwar einfach und günstig herzustellen, jedoch verfügen weder PP noch PLA über eine nennenswerte Barrierewirkung, wie Gmür sagt. Deshalb sei in diesen Fällen eine Sekundärverpackung wie beispielsweise ein Portionenbeutel oder Ähnliches notwendig.

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