IAB Unternehmen halten Personal trotz Krise

Redakteur: Jürgen Schreier

„Die Unternehmen nutzen interne Strategien der Anpassung des Personaleinsatzes an die verschlechterte Auftragslage in bisher nicht gekanntem Ausmaß“, berichtet das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Statt Mitarbeiter zu entlassen, werde die Auslastung der Beschäftigten verringert. Als Instrumente kommen zum Einsatz: Kurzarbeit, Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit, Abbau von Überstunden und eine Reduzierung der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten.

Im Jahresdurchschnitt 2009 wird es daher selbst bei einer Schrumpfung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 6% „nur“ 3,7 Mio. Arbeitslose geben, prognostizieren die Arbeitsmartforscher in ihrer aktuellen Arbeitsmarktprojektion. Dies wäre angesichts der Schwere der Wirtschaftskrise ein sehr moderater Anstieg um 430000 gegenüber 2008.

Ab Herbst 2009 starker Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten

Neben dem Halten der Arbeitskräfte durch die Unternehmen wirke auch der Rückgang des Arbeitskräfteangebots dem Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegen, so die IAB-Studie. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde es um rund 150000 Personen sinken.

Allerdings sei ab Herbst 2009 dennoch ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten. „Die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung dürften dann ausgereizt sein“, schreiben die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Im Jahr 2010 werden durchschnittlich nur noch 500000 statt derzeit 1,1 Mio. Personen in Kurzarbeit sein. Das IAB prognostiziert für 2010 einen Anstieg um rund 800000 auf 4,5 Mio. Arbeitslose im Jahresdurchschnitt.

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