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Beschichten Unternehmen im Verbund bewältigen auch besondere Beschichtungsaufgaben

| Autor: Stéphane Itasse

Ob gigantische Bauteile aus Leichtmetalllegierungen für die Luftfahrt oder 30 spezielle Beschichtungsverfahren in einem Haus – was der eine Oberflächentechnikspezialist nicht kann, kann oft sein Kollege. Die AHC Oberflächentechnik GmbH, Kerpen, profitiert dabei nach eigenen Angaben von ihrem Verbund in der Aalberts Industries N.V.

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Stets gerüstet für große Aufgaben: Im französischen SGI-Werk in der Nähe von Paris werden mittlere und große Flugzeugteile funktional veredelt.
Stets gerüstet für große Aufgaben: Im französischen SGI-Werk in der Nähe von Paris werden mittlere und große Flugzeugteile funktional veredelt.
(Bild: AHC Oberflächentechnik)

Zu diesem Verbund gehört auch das Unternehmen SGI (Société de Galvanoplastie Industrielle), das im Norden und Westen der Île de France, nahe bei Paris, über zwei Werke verfügt, wie es in der Mitteilung heißt. SGI sei 1952 gegründet worden und habe sich von Anfang an auf die Behandlung von Leichtmetalllegierungen für die Luftfahrt und Automobilindustrie spezialisiert.

Bis zu 14 m lange Linien beschichten auch große Bauteile

Die Besonderheit des Unternehmens bestehe in seinen 1,5 m bis 14 m langen Linien für die Oberflächenbehandlung, die in Frankreich und Europa einzigartig seien. Die Größe der Bäder erlaube es dem Unternehmen, die komplette Tragfläche eines Flugzeugs oder auch jährlich Millionen von Teilen desselben Typs für die Automobilindustrie zu behandeln. Eine Wanne könne bei SGI bis zu 36.000 l fassen.

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DEC (Dépôts Electrolytiques et Chimiques) in Cormenon, Frankreich, sei ein weiteres Schwesterunternehmen von AHC. Es hat sich nach Angaben der deutschen Firma auf die Oberflächenbehandlung von Aluminium, Stahl und Kupferlegierungen spezialisiert und bietet über 30 verschiedene Spezialverfahren an.

Die wichtigste Sparte sei die Anodisation von Aluminiumlegierungen, mit der das Unternehmen 36 % seines Umsatzes erwirtschafte. In Verbindung mit einer nachfolgenden Rissprüfung oder Lackierung erfülle diese Oberflächenbehandlung insbesondere die Anforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Chemisch Nickel ist wichtiger Umsatzträger bei DEC

Der zweite Hauptumsatzträger sei Chemisch Nickel mit einem Anteil von 18 %. Der Schwerpunkt der Anwendungen liege hier im Offshorebereich und der Automobilindustrie, die sich durch harte Umgebungsbedingungen beziehungsweise hohe mechanische Anforderungen auszeichneten. Weitere Beschichtungsverfahren seien Versilbern, Vergolden oder Verzinnen, die in der Elektrotechnik und Elektronik zum Einsatz kämen. Zu den Spezialgebieten von DEC gehöre außerdem das Kadmieren unter Vakuum, ein Verfahren, das zum Schutz von stark beanspruchten Flugzeugteilen diene. Sowohl SGI als auch DEC verfügten über die in der Luft- und Raumfahrt wichtige Nadcap-Zertifizierung.

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 Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt