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Energieeffizienz

Unternehmen können mit einfachen Mitteln viel Energie sparen

01.09.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Energieeffizienz in der Industrie lohnt sich nicht nur finanziell, sie lässt sich oft auch mit einfachen Mitteln umsetzen.
Energieeffizienz in der Industrie lohnt sich nicht nur finanziell, sie lässt sich oft auch mit einfachen Mitteln umsetzen.

In Lüftungs- oder Klimaanlagen von Fabrikhallen würden natürliche Kältemittel eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen. In Produktsstätten könne beispielsweise das zügige Abführen von Schadstoffen wie Staub oder Dämpfe besonders wichtig sein. Hier bereite natürliche Kälte die verbrauchte Luft schneller wieder auf. Mögliche Mehrkosten würden sich in Grenzen halten.

Druckluft bietet viel Potenzial zur Kostensenkung

Auch in der Instandhaltung bestehen enorme Einsparpotenziale, erläutert Chambers. Oft werde statt Strom teure Druckluft als Energieträger verwendet, zum Beispiel zum Betrieb von Turbinenmotoren oder Bohrmaschinen und bei Robotern. Um 1 kW Werkzeugleistung zu haben, müssten 8 kW Strom beim Kompressor eingesetzt werden, schon wenn das System leckfrei ist.

Auf dem Weg vom Kompressor zum Einsatzort gehe aber durch Leckagen im Leitungssystem zudem viel des Energieträgers verloren. Auch werde mit der Druckluft genauso sorglos umgegangen wie mit dem Strom aus der Steckdose: Sie diene sogar der Kühlung von Mitarbeitern an heißen Tagen.

Hohe Kosten für Druckluft werden selten wahrgenommen

Die hohen Kosten, die damit verbunden sind, würden von den Verantwortlichen selten wahrgenommen, denn sie sind Bestandteil der allgemeinen Stromrechnung. Durchschnittlich gut 30% der Druckluft gehen so unbemerkt verloren, meint Chambers, Prozessgase sind sogar noch teurer.

Dabei mache die Erzeugung von Druckluft rund 8% des Strombedarfs vieler Unternehmen aus, in manchen Branchen über 20%. Würde man die Einsparpotenziale bei der industriellen Druckluftnutzung realisieren, ließen sich laut Energieagentur jährlich rund fünf Mrd. kWh Strom einsparen.

Leckagen in Druckluftanlagen lassen sich leicht aufspüren

Der Ultraschall-Spion spürt zum Beispiel Druckluft oder Prozessgasleckagen, undichte Ventile und mechanische Schäden selbst an schwer erreichbaren Stellen auf, heißt es. Defekte würden auf einer Frequenz von 40 kHz charakteristische Geräusche von sich geben. Diese Geräusche könne der Spion mit Hilfe eines Ultraschallmikrofons in für menschliche Ohren hörbare Töne umwandeln.

Die Töne würden sich je nach Art der Defekte voneinander unterscheiden. Es sei daher genau erkennbar, ob es sich bei der angezeigten Störung um ein Gas- oder Luftdruckleck oder eine elektrische Entladung handelt. Sogar die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA setze zwei Ultraschall-Spione auf der ISS ein, denn die Sensoren seien so empfindlich, dass sie selbst kleinste Leckagen aufspüren.

Neu gebaute Industriegebäude sollten möglichst viel Tageslicht einlassen

Werden Gebäude und Hallen in der Industrie neu gebaut, sollte darauf geachtet werden, möglichst große Fensterfronten und Dachkuppel einzubauen, empfiehlt Chambers abschließend. Über den gesamten Tag hinweg kann so viel natürliches Tageslicht in die Räume dringen.

Auf künstliche Beleuchtung muss nur bei Dunkelheit oder verstärkt über die Wintermonate zurückgegriffen werden. Und wer den Lichtschalter erst gar nicht betätigen muss, merke das am Jahresende deutlich an seiner Stromrechnung.

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