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VDMA Unternehmen rechnen mit weiterhin guter Auftragslage

| Redakteur: Melanie Krauß

Es läuft gut für die Maschinenbaubranche in Bayern. Sowohl Auftragslage als auch Beschäftigung und Umsätze zeigen sich positiv. Der VDMA Bayern fürchtet jedoch, dass Fachkräftemangel und Protektionismus den konjunkturellen Aufschwung bedrohen könnten.

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Die Maschinenbauer in Bayern sind laut VDMA Bayern mit viel Schwung im laufenden Jahr unterwegs. Die Umsätze der Industrie legten im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zu.
Die Maschinenbauer in Bayern sind laut VDMA Bayern mit viel Schwung im laufenden Jahr unterwegs. Die Umsätze der Industrie legten im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zu.
(Bild: gemeinfrei (Pixabay, geralt) / CC0)

Im vergangenen Jahr legten die Umsätze der Maschinenbau-Industrie in Bayern um 5 % auf 52,2 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Auch bei den Auftragseingängen erzielten die Unternehmen ein Plus von 2 %. Die Beschäftigtenzahl erreicht mit nunmehr 227.235 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen einen neuen Rekordstand.

Die Auftragseingänge im bayerischen Maschinenbau verliefen in der ersten Hälfte 2018 mit einem Wachstum von 5 % ebenfalls sehr positiv. Rund 70 % der Unternehmen erwarten auch für die nächsten sechs Monate eine sehr gute bis gute Auftragslage. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des VDMA Bayern. „Entsprechend optimistisch schauen wir auf dieses und nächstes Jahr“, resümiert Claudia Haimer, Vorsitzende des Vorstandes des VDMA Bayern.

Der Erfolg wird insbesondere durch das Wachstum der Exporte getragen. Die Exporte aus dem bayerischen Maschinen- und Anlagenbau legten 2017 um 13 % im Vorjahresvergleich zu. Stark zeigte sich China mit einem Plus von 29 %. Die Exporte in die USA wurden 2017 um 20 % erhöht. „Deutsches Know-How ist insbesondere bei Automatisierungslösungen gefragt“, so Haimer. Die Ausfuhren in die EU-Partnerländer legten 2017 um 10 % zu. Einzig die Lieferungen nach Großbritannien waren rückläufig. Dagegen waren 2017 erstmals seit einigen Jahren die Exporte nach Russland mit plus 22 % wieder deutlich positiv. Von Optimismus sei die Industrie aber weit entfernt, solange die Sanktionen weiterhin bestehen.

Fachkräftemangel und Protektionismus bedrohen konjunkturellen Aufschwung

Trotz guter Exportergebnisse werde der weltweite Handel von steigendem Protektionismus bedroht. Ein Handelskonflikt mit den USA wäre in seinen Auswirkungen auf den Maschinenbau derzeit nicht abschätzbar. Wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf sieht der VDMA Bayern daher besonders im Bereich der Außenwirtschaftspolitik. „Als Exportbranche mit einer Quote von 66 % am Auslandsumsatz sind wir auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen. Unsere Forderung an die Politik in Bayern, Berlin und Brüssel ist ganz klar: Verteidigt den regelbasierten freien Handel,“ bekräftigt Haimer.

Gleichzeitig müsse in Bayern und Berlin der Bürokratieabbau ganz besonders vorangetrieben werden. „Die bayerische Staatsregierung hat sich klar zur one-in-one-out Regel bekannt und im März 2018 sogar einen ;Beauftragten für Bürokratieabbau' abgestellt. Das ist der richtige Weg, nun müssen die Ergebnisse aber auch bei den Unternehmen ankommen,“ fordert Haimer. „Dies ist derzeit noch nicht spürbar, aktuelle Beispiele wie die Datenschutz-Grundverordnung oder die anstehende Erhöhung des Mindestlohnes bewirken eher das Gegenteil.“

Die aktuelle politische Lage sieht die Unternehmerin kritisch: „Nach nur 100 Tagen im Amt erwarten wir mehr als einen Scherbenhaufen." Durch die derzeitige Fokussierung auf das Thema Migrationspolitik fürchtet sie, dass die Maschinenbaubranche wichtige Zeit verlieren könnte.

Auch der Mangel an Facharbeiten und Ingenieuren droht zunehmend zum Engpassfaktor zu werden. „Mit überwältigender Mehrheit von 62 % sehen unsere Mitgliedsunternehmen laut Umfrage den Fachkräftemangel als Hindernis für weiteres Wachstum,“ betonte die Vorstandsvorsitzende des VDMA Bayern.

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