DIHK Unternehmen schützen sich oft unzureichend vor Markenpiraterie

Redakteur: Jan Vollmuth

Unternehmen könnten sich deutlich besser gegen die Fälschung ihrer Produkte schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Umfrage von Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) unter 3300 Unternehmen.

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Betroffen von Markenpiraterie sind nach dieser Erhebung alle Branchen und nicht etwa nur die technologielastigen, wie Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau oder auch die Bauindustrie. Die meisten der befragten Unternehmen sind in Asien aktiv, vor allem in China, ein geringerer Teil lässt dort nur fertigen oder betreibt zumindest Handel mit dem Land.

Unternehmen gehen zu wenig gegen Markenpiraterie vor

Trotz der bekannten Gefahr der Markenpiraterie wird das Instrumentarium zum Schutz geistigen Eigentums von der Mehrzahl der deutschen Unternehmen laut Umfrage bei weitem nicht ausgeschöpft. Das trifft vor allem auf kleinere Unternehmen zu.

Allerdings nutzen auch größere Unternehmen oft nicht alle gegebenen Möglichkeiten. So wird vielfach schon die Anmeldung der entsprechenden Schutzrechte versäumt. Selbst Unternehmen, die schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, melden Ihre Schutzrechte (vor allem Patente, Marken, Geschmacksmuster) zu rund 50% nicht in China an. Die Folge: Gegen die unbefugte Benutzung z. B. einer Marke können dann vor Ort keine gerichtlichen oder behördlichen Schritte unternommen werden.

Zu wenig Informationen im Kampf gegen Markenpiraterie

Als Gründe für die Untätigkeit vieler Unternehmen beim Schutz geistigen Eigentums macht die Studie in erster Linie ein eklatantes Informationsdefizit aus. Kosten und Dauer des Verfahrens sind weitere Hindernisse. Darüber hinaus scheint die Meinung weit verbreitet, dass solche Anmeldungen doch nichts nutzen.

Wie sich Unternehmen wirkungsvoll schützen können, zeigt ein neuer Praxisleitfaden von DIHK, APM und AHK China, der im Internet zum Download bereitsteht (siehe Link). Dabei geht es nicht nur darum, wie und wo man die Schutzrechte in China anmeldet, sondern ebenso um die Frage, was tun ist, wenn z.B. jemand schon meine Marke in China auf seinen Namen angemeldet hat.

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