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Beschaffung Unternehmen vernachlässigen Wachstumspotenziale im Einkauf

| Redakteur: Stéphane Itasse

Viele Unternehmen messen die Leistung ihres Einkaufs nicht differenziert genug - sie verschenken so große Optimierungspotenziale. Wer dagegen ein differenziertes Performance Management im Einkauf nutzt, weist eine deutlich bessere Kostensituation und eine höhere Produktivität im Einkauf auf, wie der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) e.V. am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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In vielen Unternehmen ist der Einkauf nicht so erfolgreich, wie er sein könnte, hat eine Studie ergeben. (Bild: Bosch)
In vielen Unternehmen ist der Einkauf nicht so erfolgreich, wie er sein könnte, hat eine Studie ergeben. (Bild: Bosch)

Der BME beruft sich dabei auf die branchenübergreifenden Studie zum „Performance Management im Einkauf 2011“, an der 260 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg teilnahmen. In der Untersuchung der Managementberatung Horváth & Partners und des BME in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stimmten fast 90% der Befragten der Aussage zu, dass die Performance im Einkauf durch den Einsatz eines Steuerungskonzepts deutlich gesteigert werden konnte. Zwei Drittel der befragten Unternehmen setzten bereits ein solches Konzept ein.

Eigenes Controlling macht Einkauf richtig erfolgreich

Die Studie zeige weiter, dass zwar knapp drei Viertel der Befragten ein Controlling im Einkauf durchgeführt haben, wobei aber nur die Hälfte über die Funktion eines eigenen Controllers im Einkauf verfüge. Lediglich ein Fünftel baue auf eine eigene Abteilung zum Controlling der Einkaufsperformance.

„Ein Vergleich verschiedener Kennzahlen hat ergeben, dass die Existenz eines Einkaufscontrollers ein zentraler Erfolgsfaktor ist, um Kostenpotenziale zu identifizieren und dann auch optimal zu realisieren“, sagt Thomas Nadilo, Einkaufsexperte bei Horváth & Partners.

Mitarbeiter im Einkauf brauchen wirksames Anreizsystem

Ein weiteres Erfolgskriterium ist laut BME-Mitteilung die Kopplung des Performance Management an ein wirksames Anreizsystem für die Mitarbeiter im Einkauf. Es gelte also, die erbrachten Leistungssteigerungen adäquat zu honorieren. Bisher verknüpfe nur die Hälfte der Befragten die Ergebnisse der Leistungsmessung im Einkauf mit dem variablen Anteil der Vergütung.

„Die transparente Messung der Einkaufsleistung und ganzheitliche Steuerung der Einkaufsorganisation sind für Unternehmen entscheidende Wettbewerbsfaktoren angesichts sinkender Wertschöpfungstiefen und steigenden Einkaufsvolumina“, sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt. Traditionelle Mess- und Steuerungskonzepte würden dem jedoch aufgrund ihres einseitigen Kostenfokus nicht mehr in vollem Umfang gerecht.

Nadilo erläutert: „Nötig ist eine Leistungsmessung, die neben dem finanziellen Ergebnis auch Faktoren wie Einkaufsqualität, Einkaufseffizienz, Risikomanagement oder Innovationsmanagement anhand geeigneter Kennzahlen berücksichtigt und damit eine umfassende Steuerung des Einkaufs ermöglicht.“ Immerhin: Mehr als die Hälfte der Befragten, die angeben, bisher über kein Performance Management im Einkauf zu verfügen, plant eine zeitnahe Einführung dieses Konzepts, heißt es.

Ein ausführlicher Bericht der Studienergebnisse kann gegen eine Schutzgebühr von 100 Euro unter den folgenden Kontaktdaten bestellt werden:

  • Thomas Nadilo, Horváth & Partners Management Consultants, E-Mail: procurement@horvath-partners.com
  • Sabine Ursel, BME e.V., E-Mail: sabine.ursel@bme.de

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