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Studie Unternehmens-IT leistet meist viel zu wenig

| Redakteur: Stéphane Itasse

Bei der Synchronisierung von Unternehmens-IT und Geschäftsabläufen besteht meist erheblicher Nachholbedarf. Dies fördert eine Studie zutage, welche die Managementberatung Detecon International und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Branchenverband Bitkom für den deutschsprachigen Raum durchgeführt hat.

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Nur 13,8% der Befragten attestieren ihrer IT eine optimale Unterstützung bei den aktuellen Herausforderungen, wie hoher Preis- und Wettbewerbsdruck sowie dem Zwang zu Flexibilisierung und Innovation, heißt es in der Mitteilung des Beratungsunternehmens. Fast zwei Drittel der Befragten (65%) würden das Business-IT-Alignment hingegen nur als „ausreichend“, 18,1% sogar als „unzureichend“ bezeichnen.

Unternehmens-IT hat viel Verbesserungspotenzial

„Diese zurückhaltende Bewertung deutet auf ein erhebliches Verbesserungspotenzial hin“, sagt Marc Laszlo, Senior-Berater bei Detecon und Koautor der Studie, „zumal die Unternehmen einer optimalen IT-Unterstützung ihres Geschäfts hohe bis sehr hohe Bedeutung zumessen.“ 77% der Befragten seien dieser Meinung.

Das schlechte Business-IT-Alignment sei auch Folge einer großen Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit in den Unternehmen, erläutert Laszlo. 79,4% der Befragten würden wissen, dass ihr Unternehmen über eine IT-Strategie verfügt.

IT-Strategie in den IT-Abteilungen zu wenig bekannt

Doch gleichzeitig ist der Inhalt IT-Strategie bei 41,2% der Mitarbeiter in den IT-Bereichen nicht bekannt, heißt es. Trotz der hohen Bedeutung, die der IT-Strategie beigemessen wird, würden zudem knapp die Hälfte (49,2%) angeben, dass kein Prozess zu ihrer systematischen Weiterentwicklung im Unternehmen vorhanden ist.

Der Berater sieht daher noch erhebliche Potenziale bei der Ausrichtung von IT-Systemen auf die Geschäftsanforderungen der Unternehmen. Dies sehe auch die Mehrzahl der Befragten so. Genau die Hälfte würde das Potenzial als „hoch“ oder „sehr hoch“ bezeichnen, 35,6% als „mittel“.

Richtige Ausrichtung der Unternehmens-IT kann Mehrwert schaffen

Als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren nennt die Studie das Messen des erzielten Mehrwerts durch systematisches IT-Business-Alignment. „In 56,3% der Fälle wird dieser Erfolg gar nicht gemessen“, berichtet Laszlo. Wer diese Transparenz hingegen schaffe, erreiche eine höhere Aufmerksamkeit des Managements, könne politische Widerstände leichter überwinden und Kapazitäten zur Umsetzung des Business-IT-Alignments aufbauen.

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