Reifenhäuser Extrusion Unverwüstlicher Kunstrasen macht Fußball-Weltmeister

Redakteur: Peter Königsreuther

Mancher hört vielleicht das Gras wachsen, doch wie viele Halme der Kunstrasen für die Fußball-WM der Frauen in Kanada hat, das können die Experten von Reimotec Maschinenbau, ein der Reifenhäuser Gruppe zugehöriges Unternehmen aus Lampertheim, genau sagen.

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Wer hätte das gedacht?: Die zurückliegende Fußball-WM in Kanada wurde auch auf Kunstrasen ausgetragen, der mit Anlagen des Filament-Experten Reimotec aus Lampertheim gefertigt wurde. Man kann sogar genau ziemlich genau sagen, wie viele "Halme" den Quadratmeter Polymerrasen bedecken, wie es heißt. Reimotec ist ein Unternehmen der Reifenhäuser Gruppe. Auch wenn die „Fetzen“ fliegen, juckt das den robusten Bodenbelag kaum - ganz im Gegensatz zum pflegeintensiven Pendant aus der Natur...
Wer hätte das gedacht?: Die zurückliegende Fußball-WM in Kanada wurde auch auf Kunstrasen ausgetragen, der mit Anlagen des Filament-Experten Reimotec aus Lampertheim gefertigt wurde. Man kann sogar genau ziemlich genau sagen, wie viele "Halme" den Quadratmeter Polymerrasen bedecken, wie es heißt. Reimotec ist ein Unternehmen der Reifenhäuser Gruppe. Auch wenn die „Fetzen“ fliegen, juckt das den robusten Bodenbelag kaum - ganz im Gegensatz zum pflegeintensiven Pendant aus der Natur...
(Bild: Bild-Online)

Hat schon jemand die Grashalme auf einem Fußballfeld gezählt? Völlig absurd, werden Sie denken: Einer aber weiß es sehr genau, obwohl er nicht mit der Lupe, sondern streng technologisch gezählt hat. Detlef Kolb, Geschäftsleiter Vertrieb der Reimotec Maschinenbau GmbH aus Lampertheim kann mit mathematischer Genauigkeit sagen, dass der Kunstrasen pro Feld während der kanadischen Fußball-WM der Frauen fast exakt 800 Mio. „Grashalme“ hat. Denn sein Unternehmen entwickelte die Maschinen- und Produktionstechnik für den Kunstrasen,.über den jüngst auch die durchtrainierten Beine der Protagonistinnen der Frauen FIFA WM spurteten.

Kunstrasen trickst klimatische Hindernisse aus

Fußballfan ist Detlef Kolb ohnehin; gleichwohl sein Interesse besonders den Grundlagen des Fußballs und anderer Sportarten gilt, die den Sportlern buchstäblich zu Füßen liegen. Da die reinen Hallenstadien, wie teils auch in Kanada zur WM, wegen der Überdachung nicht mit Naturrasen ausgestattet werden können, bildet Kunstrasen auch dort die mehr als geeignete Alternative. Zwar ist die Bespielbarkeit von Kunstrasen besonders dann „gefühlt“ eine andere, wenn die Spieler gewohnt sind, auf „echtem“ Rasen zu spielen, indes es in vielen Ländern klima- und wettertechnisch gar nicht möglich ist, Naturrasen-Plätze anzulegen und entsprechend zu pflegen oder zu bewirtschaften. Zudem die Haltbarkeit von Kunstrasen zwischen 7 und 15 Jahren – auch bei starker Beanspruchung - etwa beim Dreifachen dessen liegt, was ein Naturrasen an Lebensdauer mitbringt und zudem noch keine Regenerationsphasen benötigt. Auch in Deutschland und Europa geht man mehr und mehr dazu über, viele Sportarten auf Kunstrasenplätzen auszutragen.

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Kunstrasen „wächst“ schneller...

Ausgetragen werden dazu auch die Diskussionen über die qualitativen Unterschiede zwischen dem Kunststoffprodukt und der echten Natur. Allerdings ist die Diskussion über Pro und Kontra für Reimotec ohnehin „gelaufen“, wie Kolb klar ausführt. „Derzeit werden weltweit so viele Sportplätze wie nie zuvor mit Kunstrasen ausgestattet. In Europa waren es allein in 2014 über 4000. Und auch hier in Deutschland steigt die Zahl deutlich an, denn viele Kommunen und Vereine – auch in der Bundesliga – schätzen die enormen Vorteile des extrudierten Materials. So hat sich Bundestrainer Jogi Löw klar dahingehend positioniert, dass technisch versierte Spieler auf Kunstrasen deutlich im Vorteil sind. Und bei den kommenden Groß-Turnieren wie in Katar ist es gar nicht möglich, auf Naturrasen zu spielen, weil es den dort klimatisch gar nicht geben kann, oder nur mit ungeheurem Aufwand und über eine nur kurze Periode aufrecht zu erhalten ist. Und klar sagen muss man auch, dass der Kunstrasen deutliche Kostenvorteile nicht nur durch die Lebensdauer hat!“

Kosten sparen mit Kunstrasen

In der Tat ist der Pflegeaufwand immens. So geben Bundesliga-Vereine die jährlichen Kosten dafür pro Platz bei Naturrasen mit circa 1 Mio. € pro Jahr an. Die Kosten für das Anlegen eines Kunstrasenplatzes liegen demgegenüber derzeit bei rund 500.000 €. Das rechnet sich nicht nur, sondern markiert damit auch weitgehend die Zukunft des internationalen Sports, soweit er auf Rasen ausgetragen wird. Die Entwicklung geht hier nicht nur in neue Mengendimensionen, sondern auch durch die ständige Verbesserung in eine noch bessere und quasi Echtrasen-Qualität. Firmen wie der Marktführer Reimotec sehen sich gut aufgestellt für eine weitere Entwicklung von Kunstrasen. Dazu Kolb: „Auch unsere Technik wird immer besser, immer feiner und immer enger an den Erfahrungen und Erwartungen des Sporttreibenden ausgerichtet. Wir entwickeln diese Technologie gezielt weiter, auch weil unsere internationalen Partner, die bei uns die Maschinen zur Herstellung der Monofilamente für Kunstrasen bestellen, immer weiter voranschreiten.

Monofilamentanlage und Wicklertechnik machen`s möglich

Sicherlich bedeutet das eine leichte Umstellung auf andere Gegebenheiten, aber klar ist auch, dass es ohne Kunstrasen viele Sportarten in vielen Ländern kaum geben könnte. Die Vorteile sind enorm. Dahinter steckt eine technologische Entwicklung, an der Reimotec maßgeblich beteiligt ist. Denn die Maschinen, auf denen zwei amerikanische Unternehmen den Kunstrasen für die kanadischen Stadien produziert haben, stammen von den Filament-Experten aus Lampertheim in Deutschland. Mit Monofilamentanlagen, Verpackungsbandanlagen und herausragender Wicklertechnik ist das Unternehmen gut aufgestellt für die Zukunft. Nicht nur die amerikanischen Produzenten von Kunstrasen vertrauen auf die hochentwickelte Technik von Reimotec; auch viele andere Hersteller von Kunstrasen weit über den Leistungssport hinaus, wissen die Vorzüge der Maschinen zu schätzen, so Kolb

Zufrieden ist Kolb auch mit dem Ergebnis der Frauenfußball WM In Kanada: „Leider haben unsere Damen ja „nur“ Platz 4 geschafft; aber wer sich das Endspiel Japan gegen die USA angesehen hat, konnte feststellen, wie gut auch der Rasen mitgespielt hat.“ Das 46-m-Tor von Carli Lloyd allein war schon eine Sensation, so Kolb. Und alle sagen, dass sich auf Kunstrasen gut und schnell spielen lasse. Reimotec mache sich schon jetzt Gedanken für die nächste „Kunstrasen-Runde“! MM

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