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Energietechnik

Vattenfall präsentiert CO2-freies Braunkohlekraftwerk

19.03.2007 | Redakteur: Stéphane Itasse

Das Biomasse-Heizkraftwerk im brandenburgischen Sellesen (Spremberg) ist für Vattenfall eine wichtige Pilotanlage. Bild: Vattenfall
Das Biomasse-Heizkraftwerk im brandenburgischen Sellesen (Spremberg) ist für Vattenfall eine wichtige Pilotanlage. Bild: Vattenfall

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Klimaschutz steht bei der Vorstellung von Vattenfall Europe auf der Hannover-Messe 2007 ganz oben auf der Agenda. Der Stromversorger will sein CO2-freies Braunkohlekraftwerk in Schwarze Pumpe dem Fachpublikum darstellen, außerdem sein Offshore-Wind-Engagement und Lösungen zur modernen Wärmeversorgung im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit, berichtet das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Standort Schwarze Pumpe im brandenburgischen Spremberg baut Vattenfall für rund 50 Mio. Euro die weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-freies Braunkohlekraftwerk nach dem so genannten Oxyfuel-Verfahren. Die Pilotanlage mit einer Leistung von 30 MW dient Forschung und Entwicklung, um die neue Technik zur Marktreife zu führen. Sie soll nach einer etwa dreijährigen Bauzeit 2008 in Betrieb gehen.

Bei dem Oxyfuel-Verfahren wird Braunkohle mit einem Gemisch aus reinem Sauerstoff und rezirkuliertem Rauchgas verbrannt. Die neue Technik soll ermöglichen, das während der Braunkohleverstromung anfallende Kohlendioxid abzuscheiden. Im kommerziellen Betrieb wird es dann nicht mehr an die Atmosphäre abgegeben, sondern dauerhaft gespeichert. Bei dem Pilotprojekt arbeiten laut Vattenfall auch führende Forschungseinrichtungen deutscher Universitäten mit.

Bei der Offshore-Windenergie beteiligt sich Vattenfall Europe gemeinsam mit den Energieversorgern Eon und EWE am ersten deutschen Offshore-Windpark in der Nordsee. Für dieses Projekt haben sich die Unternehmen zur Deutschen Offshore-Testfeld- und Infrastruktur-Gesellschaft (DOTI) zusammengeschlossen. Die gesamten Investitionen einschließlich einer Förderung des Bundesumweltministeriums betragen 175 Mio. Euro. In einer Wassertiefe von 28 bis 32 m, 45 km vor der Küste von Borkum, wird die Projektgesellschaft bis spätestens 2008 die insgesamt zwölf Windenergieanlagen der 5-MW-Klasse errichten und ab diesem Zeitpunkt auch betreiben. Das Pionierprojekt soll dazu beitragen, Erfahrungen sowohl in der Technik als auch im Betrieb der Anlagen zu sammeln, um spätere wirtschaftliche Investitionen in die Offshore-Windenergienutzung zu ermöglichen. Bei der Wärmeversorgung berichtet Vattenfall von seinen ersten Erfahrungen mit dem Biomasse-Heizkraftwerk im brandenburgischen Sellesen (Spremberg). Dort steht auch das deutschlandweit größte Naturlabor schnell nachwachsender Rohstoffe. Auf einer Fläche von 170 Hektar sollen hier Pflanzen erforscht, für das Kraftwerk genutzt und die Wirtschaftlichkeit von Biomasse nachgewiesen werden. Die Vattenfall Europe Renewables GmbH hat das Biomasse-Heizkraftwerk Sellessen mit einem Gesamtvolumen von rund 11 Mio. Euro gebaut und versorgt den umgesiedelten Ort Haidemühl künftig mit Wärme.

Zu 85% versehen die umliegenden Tagebaue das neue Biomasse-Heizkraftwerk neben Ast- und Kronenholz als einzigartige Besonderheit mit geschreddertem Wurzelholz.

Dieses Projekt, das zusammen mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) realisiert wird, erhebt nun Daten über besonders schnell wachsende und für die Strom- und Wärmeerzeugung optimal geeignete Pflanzen. si

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