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Werkstoffe

VDI veröffentlicht neue Richtlinien für Additive Fertigung

| Redakteur: Simone Käfer

Der VDI hat drei neue Richtlinien zur Additiven Fertigung veröffentlicht.
Der VDI hat drei neue Richtlinien zur Additiven Fertigung veröffentlicht. (Bild: gemeinfrei (Devanath/pixabay) / CC0)

Für den 3D-Druck sowohl mit Metall als auch mit Kunststoff gehört zur Prozessstabilität, Pulver mit reproduzierbaren Eigenschaften zu verarbeiten. Dazu hat der VDI jetzt drei neue Richtlinien veröffentlicht.

Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 2.3 für Metallpulver beschreibt Vorgehensweisen und Methoden, die relevante Kenngrößen zur Pulvercharakterisierung liefern. So soll die Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit der gesamten additiven Fertigungskette gesteigert werden. Die Richtlinie wendet sich an Hersteller und Nutzer von Metallpulvern zur Verwendung in pulverbettbasierten additiven Fertigungsanlagen wie dem Laserstrahlschmelzen (LBM) und dem Elektronenstrahlschmelzen (EBM). Sie wendet sich auch an mit der Qualitätssicherung von additiv hergestellten Bauteilen befassten Personen sowie an Anbieter für Mess- und Prüftechnik zur Charakterisierung von Pulverwerkstoffen.

Verfahren des 3D-Metalldrucks

Grundlagen

Verfahren des 3D-Metalldrucks

13.07.17 - Eine schier unerschöpfliche Zahl an 3-Buchstaben-Begriffen stürzt auf den am 3D-Druck Interessierten ein. Unsere Redakteurin hat versucht, einen Überblick über die additiven metallischen Druckverfahren zu bekommen, und fand heraus: So viele sind es gar nicht. lesen

Richtlinie für den 3D-Druck mit Kunststoff

VDI 3405 Blatt 1.1 widmet sich der Qualifizierung von Pulvern für das Lasersintern von Kunststoffbauteilen. In dieser Richtlinie werden konkrete Kenngrößen und Anwendungsempfehlungen gegeben, um die Werkstoffe für die Anwendung zu qualifizieren. Die Kenngrößen und Empfehlungen wurden mit Blick auf den Werkstoff Polyamid 12 (PA12) erstellt. Polyamid 11 (PA11) wurde teilweise ebenfalls berücksichtigt. Ergänzend zu den in VDI 3405 Blatt 1 aufgeführten verschiedenen Prüfverfahren für mit dem Lasersinterverfahren additiv hergestellte Bauteile wird spezifiziert, welche Kenndaten ein Werksprüfzeugnis für das zu verarbeitende Material enthalten soll und welche weiteren Faktoren die Verarbeitbarkeit des Pulvers beeinflussen.

Grundlage des Kunststoffdrucks

Filamente

Grundlage des Kunststoffdrucks

16.11.16 - Für die additive Fertigung gibt es neben dem 3D-Drucker eine andere entscheidende Komponente: das Material. Die Zahl der druckbaren Werkstoffe nimmt stetig zu. Am verbreitetsten ist der Druck mit Kunststoffen, die im Fachjargon Filamente heißen. lesen

Richtlinie für den 3D-Druck mit Nickellegierungen

Die ebenfalls erschienene Richtlinie VDI 3405 Blatt 2.2 mit dem Materialkenndatenblatt von Inconel 718 zeigt die in einem Ringversuch ermittelten Materialkennwerte von mit dem Laserstrahlschmelzen hergestellten Bauteilen aus der Nickellegierung Werkstoffnummer 2.4668. Dabei wurden die in VDI 3405 Blatt 2 beschriebenen Prüfverfahren und -methoden angewandt. Da es sich dabei ausschließlich um Verfahren handelt, die dem anerkannten Stand der Technik entsprechen, ist der Vergleich mit den Kenndaten von herkömmlichen Fertigungsverfahren möglich.

Herausgeber der Richtlinie der Reihe VDI 3405 ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL). VDI 3405 Blatt 2.3 und Blatt 1.1 sind ab sofort als Entwurf jeweils zum Preis von 53,70 Euro beim Beuth Verlag erhältlich. Die Einspruchsfrist für Blatt 2.3 endet am 30.9.2017 und für Blatt 1.1 am 31.1.2018. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen besteht durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals. VDI 3405 Blatt 2.2 ist als Weißdruck zum Preis von 38,70 Euro erhältlich.

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