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Hannover-Messe 2015

VDMA bestätigt Produktionsprognose von plus 2 %

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der deutsche Maschinen- und Anlagebauverband VDMA hält an seiner Produktionsprognose von plus 2 % für das Jahr 2015 fest. Dies bestätigte Verbandspräsident Dr. Reinhold Festge auf der VDMA-Pressekonferenz am 13. April in Hannover.

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Dr. Reinhold Festge (VDMA): „TTIP ist eine einmalige Chance, die wir ergreifen müssen. Denn kostenlose Konjunkturprogramme sind selten.“
Dr. Reinhold Festge (VDMA): „TTIP ist eine einmalige Chance, die wir ergreifen müssen. Denn kostenlose Konjunkturprogramme sind selten.“
(Bild: Tristan Rösler)

„Wir bestätigen unsere Produktionsprognose für 2015 von plus zwei Prozent. Trotz aller Unsicherheiten und Belastungsfaktoren in Europa sind die Maschinenbauer positiv gestimmt nach Hannover gekommen“, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Dr. Reinhold Festge auf der Pressekonferenz des Verbandes anlässlich der Hannover Messe 2015 am Montag in Hannover.

Maschinenbauer brechen Lanze für TTIP

Die Produktion in Deutschland stieg im Januar 2015 um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. „Es fehlt nach wie vor an Investitionslaune, auch in Deutschland. Wir müssen weiterhin mit Störungen, vielleicht sogar mit Rückschlägen rechnen“, zeigte sich Festge überzeugt. Der gesunkene Außenwert des Euro sorge derzeit aber weltweit für Rückenwind beim Verkauf von Maschinen. Auch die Exporte innerhalb Europas sollten in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Gleiches gelte für die USA, zweitwichtigstes Abnehmerland des Maschinenbaus.

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Deshalb sei das geplante Freihandelsabkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten für die Maschinenbauer ein besonders wichtiges Thema. „TTIP ist eine einmalige Chance, die wir ergreifen müssen. Denn kostenlose Konjunkturprogramme sind selten“, so der Verbandspräsident.Unternehmen müssten heute Mehrkosten zwischen 5 und 20 % auf sich nehmen, weil die Maschinen speziell für den US-Markt umgerüstet werden müssten. Bei TTIP forderte VDMA-Präsident Festge von der Bundesregierung „noch mehr Mut, den teilweise hanebüchenen Unterstellungen entgegenzutreten, mit denen TTIP-Gegner die Auseinandersetzung führen. Festge: „Mehr Einsicht, mehr Fakten, mehr Offenheit sind von Nöten.“

Maschinenbau-Industrie will bis 2018 zehntausend neue Arbeitsplätze schaffen

Im Januar 2015 waren 1.003.000 Beschäftigte im Maschinenbau tätig. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,2 %. „Wir wollen das hohe Beschäftigungsniveau halten und sogar noch erhöhen. Ich gebe zu: Das ist ehrgeizig! Aber mit der Fokussierung auf die Chancen von Industrie 4.0 können wir das schaffen“, bekräftigte der VDMA-Präsident.

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