Corona VDMA fordert Impfauskunft von Arbeitnehmern

Autor / Redakteur: dpa-AFX / Peter Königsreuther

Die Inzidenzwerte steigen wieder deutlich an. Die Verbreitungsgefahr von Corona damit auch. Doch nicht jeder will verraten, ob er geimpft ist oder nicht. Das sorgt für Diskussionsstoff.

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Ja oder nein? Für eine Impfauskunft hat sich nun der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer VDMA ausgesprochen, meldet dpa. Hier mehr zu den Hintergründen.
Ja oder nein? Für eine Impfauskunft hat sich nun der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer VDMA ausgesprochen, meldet dpa. Hier mehr zu den Hintergründen.
(Bild: dpa)

Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer VDMA ist eindeutig dafür, dass Beschäftigte ihre Arbeitgeber sagen müssen ob sie geimpft sind oder nicht, wie dpa berichtet. Es sei nach Ansicht des Verbandes nur logisch, dass auch die Arbeitnehmer ihren Teil dazu beitrage müssten, dass das Ansteckungsrisiko möglichst gering gehalten wird, am besten gen null gedrückt werde. Dazu gehört mindestens eine Auskunftspflicht über den Impfstatus, forderte gestern der VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Aber einmal mehr müsse auch die Regierung handeln. Die Antwort auf die Frage nach einer Auskunftspflicht ist nach Brodtmanns Meinung überfällig.

Ein klares „Nein“ kommt vom DGB

Auch der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hatte am Montagabend in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ angedeutet, dass er bezüglich dieser Frage zu einem Ja tendiere. Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD sei gegenüber einer möglichen Abfrage des Impfstatus von Beschäftigten durch Arbeitgeber zwar skeptisch, lehne sie aber nicht grundsätzlich ab, wie er einem Radiosender mitteilte. Der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine klarere Meinung, denn für das Vorstandsmitglied Anja Piel ist die Forderung nämlich ein „No-Go“.

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