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Maschinenbau VDMA Nordrhein-Westfalen bilanziert für 2009 kräftiges Umsatzminus

| Redakteur: Peter Steinmüller

Wegen der in Teilbereichen massiven Stornierungen bereits erteilter Aufträge schlugen die Orderrückgänge sehr zeitnah auf die Maschinenproduktion und den Umsatz durch. Der nordrhein-westfälische Maschinenbau musste 2009 einen Umsatzrückgang von real 19,1% verkraften. Damit lag NRW jedoch deutlich besser als der Bundesdurchschnitt (minus 24,4%).

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Der Arbeitsplatzabbau in den Stamm-belegschaften ist relativ moderat abgelaufen, argumentiert Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender des VDMA Nordrhein-Westfalen. Bild: VDMA Nordrhein-Westfalen
Der Arbeitsplatzabbau in den Stamm-belegschaften ist relativ moderat abgelaufen, argumentiert Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender des VDMA Nordrhein-Westfalen. Bild: VDMA Nordrhein-Westfalen
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Krise hat die Maschinenbauer in NRW so hart getroffen wie erwartet“, erklärte Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender des Vorstandes des VDMA Nordrhein-Westfalen, im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch in Düsseldorf. Positiv hat sich ausgewirkt, dass der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen nicht so stark in die Automobilindustrie liefert und zahlreiche Anlagenbauer mit langen Auftragsdurchlaufzeiten besitzt. Der Umsatz sank von 43,8 Mrd. auf 36,3 Mrd. Euro.

Stellenabbau im NRW-Maschinenbau ist moderat ausgefallen

„Gemessen am Umsatzrückgang ist der Rückgang der Stammbelegschaft dank Reduktion von Zeitarbeit, Kurzarbeit und betriebsindividueller Maßnahmen in 2009 noch vergleichsweise moderat ausgefallen“, betonte Festge. Die Zahl der Beschäftigten sank im Verlauf des Jahres 2009 um rund 8700 oder 4,4% auf einen Dezemberstand von twa 189000 Mitarbeitern.

Der Auslandsumsatz des NRW-Maschinenbaus verminderte sich im Berichtzeitrau um real 21,9% auf 20,4 Mrc Euro. Allerdinmgs hat VR China 2009 ihre Stellung als wichtigster Abnehmer nordrhein-wesfälischer maschinen- und Anlagenbauerzeugnisse mit einem Exportvolumen von 2,8 Mrd. Euro 2009 deutlich ausgebaut – gefolgt von den Vereinigten Staaten, die die Waren im Wert von 1,7 Mrd. Euro exportiert wurden. Indien als stark wachsender Zukunftsmarkt befindet sich mittlerweile in den Top 10 der größten Abnehmerländer von Maschinen aus NRW mit einem Exportvolumen von 838 Mio. Euro.

VDMA erwartet für 2010 Konsolidierung auf niedrigem Niveau

Nach einem schwachen Januar 2010 knüpften die Bestellungen nordrhein-westfälischer Maschinenbauerzeugnisse im Februar wieder an der Aufwärtsbewegung der Vormonate an und lagen 30% über Vorjahresniveau. Vor allem aus dem Ausland, das um 36% zulegte, kamen positive Impulse. Die Inlandsbestellungen wuchsen mit 18% ebenfalls kräftig. „Dieses erste Plus darf jedoch nicht davon ablenken, dass wir uns weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bewegen“, so der VDMA-Vorsitzende.

Für das Gesamtjahr 2010 geht der VDMA davon aus, dass der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen in Summe das Produktions- und Umsatzvolumen des Jahres 2009 in etwa halten kann.

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