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Führung Veränderung erfordert Leadership-Persönlichkeiten

Autor: Melanie Krauß

Besonders der Maschinenbau rechnet mit schnellen und kurzfristigen Veränderungen durch die Digitalisierung. Um diesen gewachsen zu sein, müssen Führungskräfte zukünftig nicht nur Manager, sondern auch Leader sein.

Laut der Personalberatung Rochus Mummert sind es die Leadership-Kompetenzen, die Führung wirksam machen. Allerdings fehlt es vielen Unternehmen heute daran.
Laut der Personalberatung Rochus Mummert sind es die Leadership-Kompetenzen, die Führung wirksam machen. Allerdings fehlt es vielen Unternehmen heute daran.
(Bild: © ilyaf - stock.adobe.com)

Die Digitalisierung konfrontiert Führungskräfte mit Veränderungen in vielen verschiedenen Bereichen. Diese Veränderungen lassen sich in vier Buchstaben zusammenfassen: Vuka. Unter Vuka versteht man die sich schnell wandelnden Bedingungen in Unternehmen durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Unternehmen müssen auf diese Veränderungen ihrer Umwelt reagieren und sollten dabei möglichst wandelbar und lernfähig bleiben.

Für Führungskräfte reicht es nicht mehr aus, sich auf Bewährtes zu berufen und lediglich kleine Anpassungen vorzunehmen, denn wer Schritt halten will, muss zu tiefgreifenden Veränderungen bereit sein. In diesem Kontext spielen laut einer aktuellen Studie der Personalberatung Rochus Mummert insbesondere Führungspersönlichkeiten mit Leadership-​Kompetenzen eine große Rolle.

Maschinenbau rechnet mit schneller Veränderung

Innerhalb der Maschinenbaubranche spielt der Studie zufolge vor allem der Druck durch Ambiguität (61,1 %) und Komplexität (47,2 %) eine Rolle. Dabei erwarten die Maschinenbauunternehmen, die Vuka-Veränderungen schneller zu spüren als die übrigen Branchen. Mehr als zwei Drittel (69,4 %) gehen davon aus, dass die Veränderungen kurzfristig und schnell beziehungsweise extrem schnell erfolgen werden, während dies nur auf 51 % der Befragten aus anderen Branchen zutrifft.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Bewertung der Führungsqualität im eigenen Unternehmen. Während in den anderen Branchen durchschnittlich 41,7 % der Führungskräfte die Schulnote „gut“ oder „sehr gut“ erhalten, wird im Maschinenbau nur knapp jeder Vierte (24,2 %) mit der Note „gut“ ausgezeichnet. Die Note „sehr gut“ erhielt keine der Führungskräfte, was deutlich zeigt, dass noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Die Studie ergab zudem, dass insbesondere der Maschinenbau noch mit Bewältigungsproblemen bei der operativen Umsetzung der Digitalstrategie zu kämpfen hat.

Ein möglicher Grund hierfür ist, dass der Unterscheidung zwischen Managern und Leadern im Maschinenbau derzeit noch weniger Bedeutung zukommt als in anderen Branchen. Leader unterscheiden sich laut Rochus Mummert von Managern dahingehend, dass sie attraktive Zukunftsvisionen erzeugen, die Richtung vorgeben und Mitarbeiter entsprechend führen, sie motivieren sowie inspirieren. Kompetenzen, die der Maschinenbau in Zukunft brauchen wird, um die schnellen Veränderungen zu bewältigen. Wer es schafft, solche Führungskräfte gezielt zu aktivieren, kann auch zukünftig erfolgreich sein.

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Über den Autor

 Melanie Krauß

Melanie Krauß

Redakteurin Management & IT und Karriere & Weiterbildung