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Kompressoren

Verbesserung bei ölfreien Verdichtern hilft Energiekosten sparen

21.11.2007 | Autor / Redakteur: Frank Fladerer / Frank Fladerer

In zehn Baugrößen kann die Delta-Twin-Baureihe Volumenströme von 500 bis 3100 m³/h und Differenzdrücke bis 10,5 bar realisieren.
In zehn Baugrößen kann die Delta-Twin-Baureihe Volumenströme von 500 bis 3100 m³/h und Differenzdrücke bis 10,5 bar realisieren.

Der Einsatz von trockenlaufenden Kompressoren bedeutet einen vergrößerten technischen Aufwand. Trotzdem weisen Verdichter ohne Ölschmierung zahlreiche Vorteile auf. Dazu gehören Wartungsfreiheit, Wegfall der Altöl-Entsorgung und die Möglichkeit, bei Extremtemperaturen zu arbeiten. Eine der umfangreichsten Verdichterbaureihen bilden die Delta-Twin-Kompressoren der Aerzener Maschinenfabrik.

Ein Schraubenverdichter ist eine zwangläufig fördernde, zweiwellige Drehkolbenmaschine, die nach dem Verdrängerprinzip mit innerer Verdichtung arbeitet. Das Fördermedium wird während des Transports vom Ansaug- zum Druckstutzen in sich stetig verkleinernden Kammern bis auf den Enddruck komprimiert und anschließend in den Druckstutzen ausgeschoben. Die Kammern werden durch die Zylinderwandungen und die ineinandergreifenden Gänge der beiden verwundenen Rohre gebildet.

Die Delta-Twin-Verdichter-Baureihe ist für die ölfreie Verdichtung von Luft und neutralen Gasen konzipiert. Sie findet unter anderem Anwendung bei der industriellen Erzeugung von Druckluft, die als Arbeits- oder Prozessluft für Druckluftwerkzeuge und Farbspritzanlagen oder für chemische oder physikalische Verfahren benötigt wird, aber auch als Steuerluft für pneumatische Regelsysteme.

Schraubenverdichter in zwei Kühlvarianten lieferbar

Die zweistufigen Schraubenverdichter sind sowohl wassergekühlt als auch in luftgekühlter Ausführung lieferbar. Mit zehn Baugrößen kann die Kompressor-Baureihe Volumenströme von 500 bis 3100 m3/h und Differenzdrücke bis 10,5 bar realisieren. Die mögliche Antriebsleistung der absolut ölfrei arbeitenden Schraubenverdichter-Aggregate wurde auf bis zu 355 kW erweitert.

Bei der jüngsten Optimierung der Schraubenverdichter-Serie haben sich die Konstrukteure vor allem mit der Ausgestaltung des eigentlichen Schraubenverdichters, der jeweils als Hoch- und als Niederdruckstufe vorhanden ist, beschäftigt. Durch konstruktive Verbesserungen an den Rotoren und Gehäusen konnte den Angaben zufolge der Wirkungsgrad der Verdichter um bis zu 7% gesteigert werden.

Um schwankenden Druckluftbedarf optimal auszugleichen, ist ein integrierter Frequenzumrichter, der Platz sparen und aufwändige Anschlussarbeiten erübrigen soll, im Angebot. Zudem sind Komplettlösungen mit angebautem Trockner ins Programm genommen worden. Ein speziell für die Delta-Twin-Baureihe zugeschnittener Absorptionstrockner soll die erzeugte Druckluft ohne Leistungsverringerung aufbereiten.

Im unteren Volumenstrombereich bis 2000 m³/h und 200 kW Motorleistung kommt ein Riementrieb zum Einsatz, während die Baugrößen bis 355 kW durch einen Direktantrieb versorgt werden. Dabei werden die zweistufigen Verdichter in Tandem-Bauweise, also hintereinander und verbunden mit zwei kleineren Getriebekupplungen, aufgebaut. Damit will Aerzener eine leichte Anpassungsfähigkeit, gute Zugänglichkeit zu allen Komponenten sowie eine Wartungsmöglichkeit auch an den Einzelstufen sicherstellen. Der Regelbereich der Kompressoren reicht von 25 bis 100%, wobei als Antrieb außer Elektromotoren unter anderem auch Dieselmotoren einsetzbar sind.

Schraubenverdichter mit neuartigem Antriebskonzept

Für die Motorleistungen von 75 bis 200 kW setzt der Hersteller auf Kraftübertragung über Keilriemen, womit eine gute Drehzahl-Anpassung und geringere Investitionskosten im Vergleich mit direktgetriebenen Verdichteraggregaten realisiert werden soll. Die bislang nötigen Wartungsarbeiten bei dieser Antriebsvariante sollen durch ein neuartiges Konzept der Aerzener Maschinenfabrik vermieden werden. Beim Aerzener Druckluftaggregat wird der Antriebsmotor auf einer Wippe montiert, so dass dieser durch sein Eigengewicht stets für eine optimale Riemenspannung sorgt und ein manuelles Nachspannen des Keilriemens überflüssig macht.

Die eingesetzte Steuerung ist mit einem integrierten Überwachungs- und Störmeldesystem mit leicht verständlicher Klarschrift kombiniert. Als weitere Vorteile nennt das Unternehmen eine kompakte und damit platzsparende Bauweise sowie diverse Modifikationsmöglichkeiten der Schallhaube, der Antriebe und der Steuerung, die individuelle Lösungen ermöglichen sollen.

 

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