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Studie

Verbraucher bleiben Elektroautos gegenüber skeptisch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Benzinpreis ist noch nicht hoch genug, um Elektroautos für viele Käufer attraktiv zu machen. (Bild: RWE)
Der Benzinpreis ist noch nicht hoch genug, um Elektroautos für viele Käufer attraktiv zu machen. (Bild: RWE)

Laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Deloitte stehen die Verbraucher in Europa den Elektroautos sehr skeptisch gegenüber. Erst ab einem Benzinpreis von 2 Euro/l würden für eine größere Zahl von Verbrauchern die Elektroautos attraktiv, wie die Berater mitteilen.

Die deutschen Autofahrer gehören zu den Europäern, die am ehesten bereit sind, mehr Geld für ein Elektroauto auszugeben als für ein konventionelles Fahrzeug. Auch spielt hierfür der Benzinpreis in Deutschland eine nicht so entscheidende Rolle wie in anderen europäischen Ländern. Länderübergreifend liegt die Hürde für eine breitenwirksame Adaption von batteriebetriebenen Automobilen aber hoch und wird von den aktuellen Angeboten im Markt (noch) nicht adressiert.

Elektroautos noch nicht erste Wahl

Zwei Eckdaten sind laut Unternehmensberatung entscheidend: Einerseits liegt die „Schmerzgrenze“ bei einem Benzinpreis von 2 Euro/l, ab diesem Punkt wäre ein Elektroauto für deutlich mehr Verbraucher attraktiv. Würden andererseits aber konventionelle Fahrzeuge einen Verbrauch von drei Litern pro 100 km nicht überschreiten, würde das Interesse an Elektroautos drastisch abnehmen, wie der Report "A new era. Accelerating toward 2020 – An automotive industry transformed", für den 4760 Verbraucher in sieben Ländern befragt wurden, zeigt.

"Elektroautos sind noch weit davon entfernt, erste Wahl bei den Verbrauchern zu sein. Das zeigt sich bereits daran, dass für ihre breite Akzeptanz vor allem die Faktoren 'Benzinpreis' und 'technische Entwicklung des Verbrennungsmotors' die maßgebliche Rolle spielen. Derzeit ist die massenhafte Einführung des Elektroantriebs noch ein Wunschziel", sagt Siegfried Frick, Partner Automotive bei Deloitte.

First Mover bei Elektroautos: jung und Lifestyle-orientiert

Laut Studie sind mit 31% etwa ein Drittel der Befragten generell eher nicht interessiert an Fahrzeugen mit Elektronantrieb. Etwas über die Hälfte (53%) könnte sich das durchaus vorstellen, während 16% als potenzielle Vorreiter infrage kämen.

Letztere rekrutieren sich vor allem aus der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre, der "Generation Y". Dabei spielen nicht nur ökonomische und umweltbedingte, sondern auch Lifestyle-Aspekte eine Rolle.

Kraftstoffpreise beeinflussen eine potenzielle Kaufentscheidung für das Elektroauto. Den Studienteilnehmern zufolge liegt die "magische Schwelle" bei 2 Euro/l. Allerdings gibt es auch hier regionale oder nationale Differenzierungen: So ist der Benzinpreis sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien etwas weniger wichtig als in Ländern wie Belgien, Spanien oder Frankreich.

Nur ein Viertel akzeptiert Zuschlag beim Elektroauto-Kaufpreis

Mit 53% ist die Gruppe derer, die über den Kauf eines Elektroautos nachdenken würde, nicht klein, neben dem Spritpreis hängt die Kaufbereitschaft aber eng mit der erwarteten Preisgestaltung für Elektro-Neuwagen zusammen. Mehr als die Hälfte würde insgesamt nicht mehr als 15 000 Euro ausgeben - einschließlich erwarteter Steuervorteile oder Subventionen.

Nur 24% wären bereit, einen Aufschlag von 1500 Euro gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Auto zu akzeptieren. Auch hier liegen die Toleranzschwellen bei Deutschen und Briten höher als im europäischen Durchschnitt.

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