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Glasverbunde Verbund von Kunststoff und Dünnglas macht Displays belastbarer

| Autor / Redakteur: Kirsten Haubert / Kirsten Nähle

Das Verbundprojekt „Ku-Glas“ des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid startet in die zweite Runde und knüpft dabei an Grundfragen an, wie Glas spritzgießtechnisch mit Kunststoff generell dauerhaft zu verbinden ist. Im ab Juni 2012 folgenden Anschlussprojekt stehen die spritzgießtechnische Verbindung von Kunststoff und Dünnglas sowie das Verbinden mit tiefgezogenen Gläsern im Mittelpunkt.

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Anwendungen sind beispielsweise Displays, die durch den frontseitigen Einsatz von Dünnglas (etwa 0,1 mm) in Kombination mit den hinterspritzten Kunststoffen höheren mechanischen Belastungen standhalten sollen. Ferner bilden nach Auskunft des Instituts derartig hergestellte Displays eine Alternative zu den hartgecoateten Kunststoffdisplays, wie sie beispielsweise im Interieurbereich eingesetzt werden. Dabei können neben planen Gläsern auch solche, die eine oder mehrere Freiformflächen aufweisen, mit Kunststoff verbunden werden.

Tiefziehen von Glas als Alternative zum Press-Senkbiegeverfahren

Stand der Technik ist beim Umformen von Glas das Press-Senkbiegeverfahren. Eine neue Alternative stelle das Thermal Sheet Molding (Tiefziehen von Glas) dar, wodurch Glas individuell mit Freiformflächen versehen werden könne. Neben den bereits definierten Arbeitspunkten, Dünnglas und Umformen von Glas, bilden nach Auskunft des Institutes die Hochleistungsgläser einen weiteren Schwerpunkt innerhalb des Verbundprojektes „Ku-Glas II“. Hochleistungsgläser bestechen durch gute Eigenschaften wie enorme Kratzfestigkeit und Biegefestigkeit, die durch ein chemisches Vorspannen nach der Konfektionierung erreicht werden und mit herkömmlichem Glas nicht mehr vergleichbar sind. Diese Glasprodukte bieten Konstrukteuren und Designern Möglichkeiten, zuvor nicht umsetzbare Anforderungen an hochwertige Bauteile zu realisieren.

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