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Kunststoffverarbeitung Verfahrens-Know-how unterstützt Polymereinsatz im Auto

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Kunststoffe im Auto noch stärker zu nutzen ist ein Schlüssel, um den Status des fahrbaren Untersatzes auch für die Zukunft zu sichern. Der Werkstoff alleine ist aber nur eine Seite der Medaille, denn ohne brauchbares und effizientes Produktions-Know-how bleibt selbst der viel versprechendste Kunststoff ein Ladenhüter oder fristet bestenfalls ein Nischendasein.

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Schnell und präzise: Roboter beim Greifen und Verpacken eines unter Industrie-4.0-Bedingungen hergestellten Kunststoffteils.
Schnell und präzise: Roboter beim Greifen und Verpacken eines unter Industrie-4.0-Bedingungen hergestellten Kunststoffteils.
(Bild: Königsreuther)

Glas substituierende Kunststoffe, faserverstärkte Composites, Hybride Bauteile aus Metall und Kunststoff – am besten gleich mit elektronischen Komponenten versehen, vergleichsweise schwer verarbeitbare Hochleistungspolymere und biobasierte Polymersysteme sollen das Automobil der Zukunft leichter, treibstoffsparender, ressourcenschonender und außerdem noch leistungsfähiger machen. Dabei darf es dennoch nicht zu einem „hässlichen Entlein“ mutieren soll, sondern auch dem sportlich ambitionierten Automobilliebhaber etwas fürs Auge bieten, wie etwa der i8 von BMW. Deshalb kommen die Gehirne von Entwicklungsingenieuren kaum zur Ruhe, damit allen Ansprüchen der Abnehmer sowie der Politik rechtzeitig entsprochen werden kann. Sind die Werkstoffe serienreif, gilt es, die günstigsten Verarbeitungsprozesse zu implementieren.

Industrie 4.0 für die Polymer-Prozesskette

Arburg gilt als Vorreiter bei der Verkettung verschiedener kunststoffrelevanter Verarbeitungsmethoden und hat diese Expertise bereits auf mehreren Veranstaltungen bewiesen. Die Premiere fand auf der diesjährigen Hannover-Messe statt. Dabei geht es hauptsächlich darum, die Teileherstellung im Sinne von Industrie 4.0 so transparent zu machen, dass jeder einzelne Prozessschritt mit allen wichtigen Parametern nachvollzogen werden kann: Vom Auftrag bis zur Verpackung und Auslieferung sorgt dieser Ansatz für eine lückenlose Dokumentation des Teilelebenslaufs bis zur Entsorgung, was für Automobilanbieter auch immer wichtiger wird.

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Automatisierung ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg, um noch produktiver und somit günstiger fertigen zu können. Dabei spielt die Verfahrensverkettung eine große Rolle in der Kunststoffindustrie. Arburg hat mit der Verknüpfung einer Spritzgießmaschine und den additiv produzierenden Freeformer gezeigt, dass sich Bauteile in gewissem Rahmen sogar individualisieren lassen und dennoch innerhalb einer Produktionsstraße herstellbar bleiben – vorausgesetzt, die einzelnen Fertigungsanlagen sind flexibel genug.

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