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Fernsupport von ABB Verfügbarkeit von Windparks steigern

| Redakteur: Beate Christmann

ABB Ability, das Portfolio für digitale Lösungen von ABB Asea Brown Boveri, beinhaltet mit ABB Ability Condition Monitoring neue Fernservices für Windparkbetreiber. Durch die Analyse von Echtzeitdaten des elektrischen Antriebsstrangs sollen sich die Verfügbarkeit der Windenergieanlagen steigern, Betriebs- und Wartungskosten senken sowie Stromgestehungskosten reduzieren lassen.

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Condition Monitoring für Windparks: ABB Ability weitet sein Portfolio um Fernsupport für Windkraftanlagen aus. Durch die kontinuierliche Überwachung relevanter Daten des elektrischen Antriebsstrangs sollen Instandhaltungaufgaben proaktiv übernommen werden und somit die Verfügbarkeit der Anlagen gesteigert werden können.
Condition Monitoring für Windparks: ABB Ability weitet sein Portfolio um Fernsupport für Windkraftanlagen aus. Durch die kontinuierliche Überwachung relevanter Daten des elektrischen Antriebsstrangs sollen Instandhaltungaufgaben proaktiv übernommen werden und somit die Verfügbarkeit der Anlagen gesteigert werden können.
(Bild: ABB)

Seine digitalen Lösungen und Dienstleistungen fasst das Energie- und Automatisierungsunternehmen ABB Asea Brown Boveri schon seit Längerem in der Sparte ABB Ability zusammen. Diese beinhaltet nun mit ABB Ability Condition Monitoring auch ein Fernsupportsystem für Windparks. Auf Grundlage von Echtzeitdaten, die vom elektrischen Antriebsstrang der Windräder erhoben werden, sollen sich deren Verfügbarkeit steigern, Betriebs- und Wartungskosten senken und die Stromgestehungskosten reduzieren lassen. ABB Ability Condition Monitoring ist laut Herstellerangaben ab sofort verfügbar.

Herstellerunabhängige Version in Planung

„Die neuen ABB Ability-Services stehen zunächst für Windenergieanlagen zur Verfügung, die auf ABB-Komponenten basieren. Künftige Versionen sollen jedoch auch Technologien anderer Lieferanten abdecken“, erklärt Teijo Kärnä, Industry Segment Manager Wind der Division Robotik und Antriebe von ABB. Das neue Fernwartungssystem funktioniert wie folgt: Digitalisierte elektrische Antriebsstränge werden über das Internet mit der ABB Ability-Cloud verbunden. Die Daten des Frequenzumrichters und der am Generator und Transformator angebrachten Sensoren werden dort gespeichert und in Echtzeit durch intelligente Algorithmen und Analytik verarbeitet und für die Diagnose der Antriebskomponenten genutzt. Leistungskennzahlen der Komponenten werden kontinuierlich überwacht.

Registrieren die Algorithmen Änderungen an den empfangenen Daten, lässt dies auf eine Störung schließen. Dann sendet das System dem Windparkbetreiber eine Warnmeldung und dieser kann die betroffene Anlage in einem reduzierten Betriebsmodus laufen lassen und sie damit vor größerem Schaden schützen. Gleichzeitig kann er die Leistung des Windparks durch den Ausgleich von Wirk- und Blindleistung aufrechterhalten. Der Windpark erfüllt weiterhin die Netzanschlussbedingungen und generiert Einnahmen, während Wartungsmaßnahmen geplant werden.

Von einer korrigierenden zu einer proaktiven Instandhaltung

Kärnä ist sich sicher: „Windparkbetreiber können nun von einer korrigierenden und vorbeugenden Wartung zu einer proaktiven Betriebs- und Wartungsstrategie übergehen. Dies wird die Anlagenverfügbarkeit verbessern und damit den Jahresenergieertrag erhöhen. Darüber hinaus werden Betreiber die Wartung ihrer Windkraftanlagen im Vorfeld planen können, was zur Kostensenkung beiträgt.“

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