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MM-Index Verhalten optimistischer September für den Maschinenbau

| Autor: Robert Horn

Wöchentlich und monatlich beleuchten wir die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau anhand der Werte des MM-Index. Der September verlief dabei insgesamt positiv, nur gegen Ende gab es teil extreme Einbrüche. Die Rohstoffpreise stiegen teils stark an, auch der Ölpreis kletterte erneut.

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Der MM-Index zeigt die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau, hier für den Monat September. Auffällig sind vor allem die extremen Spitzen zum Monatsende, ausgelöst von Unruhe auf den Rohstoffmärkten.
Der MM-Index zeigt die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau, hier für den Monat September. Auffällig sind vor allem die extremen Spitzen zum Monatsende, ausgelöst von Unruhe auf den Rohstoffmärkten.
(Bild: © Kadmy - Fotolia.com)

Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau blieb nach den Werten des MM-Index auch im September im positiven Bereich. So hielt sich der Index im Gesamtdurchschnitt auf guten 0,53 Punkten, erst gegen Ende des Monats bekommt das positive Bild Risse. Der MM-Index rutscht gleich zwei Mal (am 28. und 29. September) auf 0,49 Punkte.

Konstant blieb, wie in den Vormonaten auch, der Preis für Stahl. Andere Rohstoffpreise dagegen legten teils kräftig zu und sorgten für Unruhe auf den Märkten.

Der Preis für Eisen gab im September deutlich nach und fiel von gut 60 Dollar auf gut 56 Dollar pro Tonne. die Preise für Aluminium dagegen stiegen um fast 60 Dollar pro Tonne, der Preis für Kupfer zog sogar um fast 200 Dollar an. Zink, Zinn und Nickel verteuerten sich ebenfalls. Die Energiepreise hingegen hielten sich im September die Waage. Der Strom wurde zwar teurer, dafür fielen die Preise für Gas.

Ölförderung gebremst – Preise steigen an

Die Preise für Erdöl waren im September Gegenstand vieler Diskussionen. Insgesamt blieb der Wert unter der 50-Dollar-Marke (die erst im Oktober überschritten wurde), doch einigten sich die Organisation erdölfördernden Länder (Opec) auf eine Deckelung der Fördermenge – eine überraschende Entscheidung nach einer langen Zeit des hemmungslosen Förderns. Mit der Überschwemmung des Marktes mit Öl in den letzten Jahren wollten saudische Staaten vor allem die erstarkende Marktmacht der USA brechen. Dort hatte das Fracking einen Förderboom ausgelöst. Im September wurde die Fördermenge auf Rohölfördermenge auf 32,5 Mio. Barrel pro Tag begrenzt. Das nächste Treffen der Opec-Staaten findet am 30. November in Wien statt.

Hanjin geht pleite – und die Frachtpreise fallen

Ein positives Zeichen für Maschinenbauer im September waren die gefallenen Frachtpreise. Absolut unbeeindruckt von der Pleite des südkoreanischen Reederei-Riesen Hanjin fielen die Frachtpreise auf den niedrigsten Wert seit der Aufzeichnung im MM-Index.

Zur Berechnung der Tageswerte greifen wir auf den Harpex-Index von Harper Petersen & Co. zurück.

Geschäftserwartungen unverändert

Unverändert leicht positiv blieb im September die Kapazitätsauslastung im Maschinen- und Anlagenbau. Die Geschäftslage verbesserte sich im Verlauf des Monats leicht, auch die Produktion erholte sich leicht. Der Auftragsbestand dagegen gab im September nach. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate blieben unverändert.

Auf den Devisenmärkten (für den MM-Index beobachten wir die Wechselkurse des Euro mit US-Dollar, Yen, Renminbi und Rubel) verlor der Euro gegenüber Dollar nur leicht, konnte fast den gesamten Monat sein Niveau halten. Gegenüber Yen und Rubel gab der Kurs dagegen nach.

Gutes Niveau kann gehalten werden

Insgesamt hat die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau im September 2016 zwar nachgelassen, bleibt aber auf einem stabilen Niveau. Sorgen bereitet allerhöchstens der Einbruch zum Ende des Monats, der sich nach derzeitigen Ergebnissen auch im Oktober fortsetzt.

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