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Sicherheit dank der richtigen Verbindung Vernetzte Arbeitssicherheit

| Autor/ Redakteur: Mahesh Joshi / M.A. Frauke Finus

Sicherheitsbedrohungen für den Industriebetrieb können plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten. Es ist wichtig, in Echtzeit auf Sicherheitsinformationen zugreifen zu können. Durch diese Daten können Sicherheitsfachkräfte besser Entscheidungen treffen, mit denen die Arbeitnehmer geschützt und größere Zwischenfälle verhindert werden können.

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Wenn Mitarbeiter mit drahtlosen tragbaren Gasdetektoren und einem für Gefahrenbereiche zertifiziertem Smartphone ausgestattet sind, können Sicherheits- und Standortdaten über das vorhandene Mobilfunknetz in Echtzeit überallhin übertragen werden.
Wenn Mitarbeiter mit drahtlosen tragbaren Gasdetektoren und einem für Gefahrenbereiche zertifiziertem Smartphone ausgestattet sind, können Sicherheits- und Standortdaten über das vorhandene Mobilfunknetz in Echtzeit überallhin übertragen werden.
(Bild: Honeywell)

Stellen Sie sich vor, dass Ihre Arbeitnehmer in einer gefährlichen Umgebung arbeiten. Sie führen beispielsweise hochriskante Wartungsarbeiten an Ausrüstungen auf einer Öl- und Gasplattform durch oder vielleicht Arbeiten in beengten Räumen in einer chemischen Anlage. Angenommen, ein toxisches Gas tritt aus. Wie könnten die Sicherheitsmanager das Team aus der Entfernung überwachen und wissen, welche Mitarbeiter dem austretenden Gas ausgesetzt waren und wo sie sich dabei befanden? Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die entscheidenden Daten nicht zur Verfügung stehen und eine Krise nicht verhindert werden kann.

Egal, ob es um Heißarbeiten, Arbeiten in beengten Räumen oder um Notfalleinsätze geht, jedes Jahr müssen sich Industrieunternehmen mit Sicherheitsvorfällen in Umgebungen mit hohem Risiko beschäftigen. Die unmittelbaren Kosten für die Unternehmen sind hoch, aber der Preis für Untätigkeit kann noch höher sein. Sicherheitsvorfälle schädigen den Ruf des Unternehmens, das Vertrauen der Mitarbeiter und die Produktivität. Da viele Unternehmen nicht die notwendige Technologie zur Hand haben, sind sie gezwungen, rein reaktiv auf Sicherheitsvorfälle zu antworten. Durch entscheidende Echtzeitinformationen können sie hingegen einen proaktiven Ansatz zur Überwachung und Erkennung von Bedrohungen verwenden und drohende Krisen verhindern.

Maschinenausfälle sind kostspielig

Vorfälle müssen aber nicht unbedingt lebensbedrohlich sein, um ein Unternehmen zu schädigen. Viele Unternehmen erleiden jedes Jahr erhebliche Produktionsausfälle aufgrund von ungeplanten Ausfallzeiten. In vielen Fällen ist dies darauf zurückzuführen, dass sie nicht über die notwendigen Echtzeitdaten verfügen, um sofort die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Sofortiges Wissen, wie es durch Echtzeittechnologien möglich ist, würde es den Unternehmen jedoch ermöglichen, kleine Probleme zu beheben, bevor sie den Betrieb einschränken und Kosten verursachen. Darüber hinaus können sich Sicherheitsfachkräfte im Laufe der Zeit ein Bild machen um eine sich entwickelnde Situation effektiv zu steuern und im Griff zu behalten.

Unternehmen müssen außerdem sicherstellen, dass sie die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen einhalten. Ein Verstoß gegen die gesetzlichen Anforderungen kann zu hohen Geldstrafen und sogar zu einer vorübergehenden Stilllegung von Betrieben führen. Wenn Arbeitnehmer in gefährlichen Umgebungen arbeiten, kann es sehr zeitaufwendig sein, Daten über die Einhaltung der Vorschriften durch tragbare Gasdetektoren und anderen Sicherheitseinrichtungen zu ermitteln. Oft kann es bis zu mehreren Tagen oder Wochen dauern die Meldungen und Daten manuell einzuschätzen. In der Realität verfügen die meisten Unternehmen über keine Möglichkeiten, unverzüglich den Konformitätsstatus eines bestimmten Arbeitnehmers oder einer Zone zu bestimmen.

Messwerte dezentral und ohne Verzug überwachen

Ein Ansatz mit vernetzter Sicherheit, bei dem drahtlose tragbare Gasdetektoren mit Standortdaten und Software kombiniert werden, ermöglicht es Sicherheitsfachkräften, Messwerte dezentral und ohne Verzug zu überwachen. Dabei ist es egal, ob es um toxische Gase, Sauerstoffmangel, brennbare Gase, Partikel, Strahlung oder andere Gefahren geht. Wenn die entscheidenden Daten empfangen werden, können Sicherheitsmanager sofort die Position und die Schwere eines Vorfalls bestimmen. Das bedeutet aber auch, dass sie feststellen können, ob Mitarbeiter am Boden liegen, wodurch sie bessere Entscheidungen treffen können, wie die Arbeiter gerettet werden können oder ob Evakuierungsmaßnahmen notwendig sind.

Mit dieser Technologie können Sicherheitsfachkräfte eine Software verwenden, um jederzeit den Konformitätsstatus der einzelnen Geräte zu kontrollieren. Durch die Möglichkeit, die Sicherheitsverwaltung zu automatisieren, kann man zum Beispiel die aufgezeichneten Daten der Gasdetektoren von Mitarbeitern durchsuchen und anhand der Gasmesswerte analysieren, welcher Gasbelastung sie in den vergangenen Wochen ausgesetzt waren. Diese entscheidend wichtigen Informationen können dann Grundlage dafür sein, wie die Sicherheit künftig gesteuert werden soll. Zudem befreien sie die Aufsichtspersonen von der Pflicht, zeitraubende Berichte zu erstellen.

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