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Instandhaltung Vernetzte Fabrik setzt auf Fernwartung mit M2M-Lösungen

| Autor / Redakteur: Joachim Hauck / Robert Weber

Maschinen werden immer intelligenter – ihre Überwachung und Steuerung wird dadurch wichtiger. Das erfordert bei der Wartung ein Umdenken. Für die Prozesse wird Spezialwissen benötigt, das nicht immer vor Ort verfügbar ist. Deshalb setzen Firmen auf Fernwartung und -überwachung durch M2M-Kommunikation.

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Bild 1: Kleiner Kasten mit großer Wirkung. Der Machinelink verbindet die Maschinen mit dem Netzwerk.
Bild 1: Kleiner Kasten mit großer Wirkung. Der Machinelink verbindet die Maschinen mit dem Netzwerk.
(Bild: Vodafone, Scherin Rajakumaran )

Rund 20 % des Umsatzes der Mitgliedsunternehmen des VDMA werden bereits mit Serviceleistungen erzielt. Hier können sich die Unternehmen vom Wettbewerb differenzieren. Allerdings haben herkömmliche Serviceprogramme einige Nachteile. Zum einen ist eine ortsgebundene Wartung und Überwachung nur mit hohem personellem und finanziellem Aufwand zu realisieren.

Zum anderen sind einmal aufgestellte und etablierte Wartungspläne oft wenig flexibel. Außerdem erschwert die globale Ausrichtung vieler Unternehmen die Wartung zusätzlich. Es gibt jedoch einen Weg, diese Nachteile zu umgehen. Denn Fernwartung und -überwachung bietet eine Möglichkeit, mit geringerem Ressourceneinsatz einen hohen Dienstleistungsertrag zu erzielen.

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Durch die Fernwartung erzielen die Unternehmen einen Servicemehrwert

Anfallende Servicekosten können um 30 % reduziert werden, gleichzeitig lässt sich die Servicequalität steigern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Remote Service umgesetzt werden kann. Häufig werden Geräte mittels einer Festnetz-Datenverbindung angeschlossen.

Diese Lösung bietet zwar den Vorteil, dass die Datenübertragung über eine physikalische Leitung läuft und damit im besten Fall weniger störungsanfällig ist als die Anbindung per Funk. Allerdings ist sie auch deutlich unflexibler. Zudem besteht bei einer Festnetzverbindung immer auch die Gefahr, dass die Nutzung bestehender Leitungsinfrastruktur in den Werkshallen durch den Betreiber aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt wird.

Drei Schritte zur funktionierenden Fernwartungslösung

Deutlich unproblematischer und sicherer gestaltet sich die Machine-to-Machine-(M2M-)Datenverbindung per Mobilfunk. Einzige Voraussetzung ist hier ein Mobilfunknetz. Der Datenverkehr zwischen den speziellen M2M-SIM-Karten und dem IT-System des Kunden oder einer zentralen Applikationssoftware erfolgt innerhalb eines geschlossenen Netzwerkes. So wird die Sicherheit des Gesamtsystems gewährleistet.

Eine funktionierende Fernwartungslösung (Remote Monitoring and Control Solution, RMCS) benötigt drei zentrale Bestandteile:

1. Maschinenseitig ist ein M2M-Terminal Grundvoraussetzung für eine drahtlose Datenübertragung. Dieses stellt auf Feldebene eine Schnittstelle zwischen den Maschinen und Anlagen und dem Mobilfunknetz her. M2M-Terminals werden bereits mit integrierter SIM-Karte ausgeliefert und mittels standardisierter Schnittstellen (RS232, USB oder Ethernet) an die zu überwachende Maschine angeschlossen.

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