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Komissionierung

Versandanlage für schnellere Auftragsabwicklung

| Redakteur: Simone Käfer

Bei Sanicare hat SSI Schäfer eine neue Kommissionier- und Versandanlage installiert.
Bei Sanicare hat SSI Schäfer eine neue Kommissionier- und Versandanlage installiert. (Bild: SSI Schäfer)

SSI Schäfer realisiert eine hochautomatisierte Kommissionier- und Versandanlage für Sanicare, eine der größten Versandapotheken Deutschlands. Mit der neuen Anlage können mehr als die Hälfte der Pickprozesse automatisch abgewickelt werden.

Sanicare, eine Marke der BS-Apotheken OHG, mit Sitz in Bad Laer in Niedersachsen, berät und betreut bundesweit 1,6 Millionen Kunden. Im Juni 2018 modernisierte das Unternehmen seine Hallen mit einer neuen Logistikanlage gemeinsam mit SSI Schäfer. Nach dreimonatiger Planungsphase startete Anfang April 2018 der Umbau, der parallel zum bestehenden Betrieb verlief. Bereits im Juni war die Anlage fertiggestellt. Mit dieser ist es nun möglich, einen Großteil der Aufträge über einen standardisierten Prozess abzubilden. 55 % aller Pickprozesse erfolgen automatisch und müssen nur noch einen Endkontrollprozess durchlaufen, bevor sie versendet werden. Somit können mit der neuen Anlage etwa 1000 Sendungen innerhalb einer Stunde abgearbeitet werden. Insgesamt erreicht die BS-Apotheken OHG mit den bereits vorhandenen Kommissionier-Automaten einen Automationsgrad von 70 % aller auszuliefernden Sendungen. „Der Umbau hilft uns, auch bei großen Auftragswellen wie sie oft am Wochenanfang auftreten, eine schnelle Abwicklung der Bestellungen zu ermöglichen, effizienter zu arbeiten und somit eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen“, freut sich Heinrich Meyer, Inhaber der BS-Apotheken OHG.

Bei Sanicare hat SSI Schäfer eine neue Kommissionier- und Versandanlage installiert.
Bei Sanicare hat SSI Schäfer eine neue Kommissionier- und Versandanlage installiert. (Bild: SSI Schäfer)

Für die Kommissionierung der Schnelldreher wurde das automatische Kommissioniersystem A-Frame von SSI Schäfer installiert, welches die 850 Topartikel enthält. Nach Auswurf der Artikel aus dem Automaten auf das Sammelband gelangen die Produkte über den Befüllpunkt direkt in die Kundenkartons. Ein separater und kostspieliger Umpackprozess entfällt somit. „Die direkte Kartonbefüllung aus einer solchen Anlage ist in dieser Form im Versandapothekenumfeld einzigartig“, betont Meyer. Der Befüllpunkt kann vier unterschiedliche Kartontypen bearbeiten. Für eine permanente Auffüllung der Automaten sorgen weitere, neu errichtete Nachschubbereiche, die in unmittelbarer Nähe der A-Frames integriert worden sind. Teil der modernen Anlage ist zudem ein vollautomatischer Kartonaufrichter, mit dem 90 % der gängigen Kartongrößen aufgerichtet werden können. In einem nächsten Schritt werden diese mit Paketbeilagen und Marketingmaterialien befüllt, mit einem Barcode versehen und somit mit einem Kundenauftrag verknüpft. Das produktive Zusteuern an Paketbeilagen ist eine weitere Besonderheit, da diese sowohl unspezifisch als auch selektiv hinzugefügt werden können. Die neue Technik wurde dabei an die bereits bestehenden Logistikprozesse angebunden.

Bei einer Durchlaufzeit von 20 Minuten pro Paket verlassen das Logistikzentrum nun täglich bis zu 10.000 Sendungen.
Bei einer Durchlaufzeit von 20 Minuten pro Paket verlassen das Logistikzentrum nun täglich bis zu 10.000 Sendungen. (Bild: SSI Schäfer)

Zur Kommissionierung der Mittel- und Langsamdreher werden die Auftragskartons über die Behälter- und Kartonfördertechnik von SSI Schäfer zu den Rowa-Automaten gefördert. Diese haben ein Fassungsvermögen von 100.000 Medikamentenpackungen, welche der Sendung automatisch zugeführt werden. Ebenso sind manuelle Pickprozesse für Aufträge mit spezifischen Medikamenten und Kundenwünschen in den Prozess integriert. Im Warenausgang erfolgen die automatisierte Verschließung der Kartons sowie das Auftragen des Adresslabels mittels Schäfer Compact Insertion (SCI). Abgerundet wird das System durch die Logistiksoftware Wamas, welche die Prozesssteuerung des gesamten Systems übernimmt und für eine stetige Optimierung des Materialflusses sorgt.

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