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Wittmann Battenfeld auf der Fakuma 2018

Vertikal-Maschinenbaureihe kommt mit Power-Serien-Look

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wittmann Battenfeld stellt in Friedrichshafen in Halle B1 am Stand 1204, unter dem Motto „be smart“ seine neue vertikale Vpower vor. Damit überträgt der Aussteller nun auch die vertikale Maschinenbaureihe in die Designsprache der Powerserie, heißt es. Doch das sei längst nicht alles...

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Die neue Vpower von Wittmann Battenfeld wird ein Hingucker im Rahmen der Fakuma, heißt es. In Halle 1 am Stand 1204 wird das Unternehmen eine Vpower 160/750 mit Rundtisch präsentieren, mit der nun auch die vertikal konstruierte Power-Serie im Gewand des neuen Wittmann-Battenfeld-Designs erscheint.
Die neue Vpower von Wittmann Battenfeld wird ein Hingucker im Rahmen der Fakuma, heißt es. In Halle 1 am Stand 1204 wird das Unternehmen eine Vpower 160/750 mit Rundtisch präsentieren, mit der nun auch die vertikal konstruierte Power-Serie im Gewand des neuen Wittmann-Battenfeld-Designs erscheint.
(Bild: Wittmann Battenfeld)

Mit der Entwicklung der Vpower wird nun auch die Vertikalmaschinen-Baureihe des Unternehmens auf das Design der Powerserie umgestellt. Die neue Vpower zeichne sich vor allem durch ihre hohe Energieeffizienz, ihre Kompaktheit und ihre Bedienerfreundlichkeit aus. Der großzügig dimensionierte Rundtisch der Maschine wird standardmäßig servoelektrisch angetrieben und ist für kurze Drehzeiten ausgelegt, wie es weiter heißt. Das Spritzaggregat könne auch nach der Inbetriebnahme von vertikal auf horizontal und umgekehrt umgerüstet werden. Weil kein Mittelholm die zentrale Medienversorgung durch den Drehteller von unten oder die Anbringung eines kompakten Drehverteilers stört, spart der Anwender zusätzlich Platz. Durch die offene Bauweise könnten Automatisierungssysteme mit Einlegeteilezuführung und Fertigteileentnahme leicht implementiert werden. Auf der Fakuma wird die Funktionalität mit einer Vpower 160/750 samt Rundtisch mit 1600 mm Durchmesser demonstriert. Die Maschine selbst stehe klar im Mittelpunkt der Präsentation, betont Wittmann Battenfeld.

Ein Schnellläufer bringt Schwung in die Verpackungsbranche

Eine weitere Neuvorstellung auf der Fakuma sei die Ecopower Xpress 160/1100+. Nach erfolgreicher Einführung des elektrischen Schnellläufers im 400 beziehungsweise 500-t-Schließkraftbereich, wurde die Ecopower-Xpress-Reihe nun, wie es heißt, um die Maschinen im unteren Schließkraftsegment erweitert. Die Ecopower Xpress gilt dabei als eine besonders flotte elektrische Hochleistungsmaschine, die vor allem für Dünnwandanwendungen in der Verpackungsindustrie von Interesse sei.

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Auf der Fakuma werde mit der kleinsten Maschine dieser Baureihe mit einem 4-fach-Werkzeug ein Deckel aus PP (Partner der Anwendung ist Borealis) unter Einsatz der IML-Technologie (In Mould Labelling) von Wittmann gezeigt. Bei der IML-Anlage handelt es sich um eine Hochleistungsanlage mit Side-Entry-Roboter der Type W837. Durch einen vorausschauenden und in Echtzeit übertragenen Signalaustausch zwischen Maschine und Roboter könne die Formöffnungszeit auf das absolute Minimum begrenzt werden. Die Deckel werden mit einer Zykluszeit von cirac 3 Sekunden gefertigt, betont das Unternehmen. Die Maschine ist außerdem mit dem CMS-Condition-Monitoring-System von Wittmann Battenfeld ausgerüstet, welches eine kontinuierliche Zustandsüberwachung der wichtigsten Anlagenparameter erlaubt.

Starke Mehrkomponentenprozesse im Mikrobereich

Des Weiteren kämen die Besucher in den Genuss, die Combimould-Technologie auf einer Maschine der servohydraulischen Smartpower 240/750H/210S zu erleben, die mit einem 1-fach-Werkzeug das Gehäuse der Wittmann-R9-Teachbox aus ABS und TPU (Thermoplastisches Polyurethan) hergestellt. Die Fertigteile werden per Wittmann-Roboter WX142, wie es heißt, mit einem Umsetz- und Entnahmegreifer entnommen. Die Vorspritzlinge werden dabei in die zweite Kavität zum Umspritzen umgesetzt. Anschließend wird mit einem Tintenstrahldrucker ein QR-Code auf die Bauteile appliziert, der die Rückverfolgbarkeit der Produktionsdaten erlaube. Im Anschluss daran werden die Teile sortiert auf einem Förderband abgelegt, heißt es.

Bei der zweiten Combimould-Anwendung handelt es sich laut Aussteller um einen Sensorbauteil für ein medizinisches Messgerät. Dieses wird auf einer für den Spritzguss von Kleinst- und Mikroteilen konzipierten 2-Komponenten-Maschine der Micropower-Serie, einer Micropower 15/10H/10H, mit einem 4-fach-Werkzeug von Wittner produziert. Die hauchdünne, aus TPE (Thermoplastisches Elastomer) gespritzte sphärisch geformte Membran diene zum Messen eines spezifischen Druckes innerhalb des Messgerätes. Die Verarbeitung der Komponenten erfolge unter Reinraumbedingungen, die durch Einsatz einer Laminar Flow Box in der Maschine erzielt würden. Die Teile werden mit einem eigens für diese Maschine konzipierten Wittman-W8VS4 Scara-Roboter entnommen, mithilfe eines integrierten Kamerasystems geprüft und auf einem Förderband abgelegt.

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