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Kunststoffe

Victrex investiert in nachgelagerte Fertigung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Bis zu 15 Mio. britische Pfund will Victrex in neue, nachgelagerte Fertigungsanlagen investieren, um Megaprogramme in Industrie und Medizintechnik zu unterstützen. Dies kündigte der weltweit führende Anbieter für PAEK-basierte Lösungen bei der Vorstellung seiner Geschäftszahlen an.

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Flexible und wickelbare Rohre für Magma
Flexible und wickelbare Rohre für Magma
(Bild: Victrex)

So sollen am Hauptsitz des Unternehmens in Großbritannien eine Produktionsanlage für unidirektionale (UD) Tapes aus PEEK-Composites sowie neue Kapazitäten zur Herstellung für medizinische Traumaplatten entstehen. Beide Investitionen schließen an die jüngsten Produkteinführungen an und sollen helfen, Kunden neue Lösungen zu bieten und Wachstumsprogramme voranzubringen.

Die neuen Investitionen sollen die steigende Nachfrage bestehender und zukünftiger Kunden befriedigen. Unidirektionale Tapes kommen im Rahmen der Zusammenarbeit von Magma und Victrex für ein Megaprogramm der Öl- und Gasindustrie zum Einsatz. Im Fokus steht dabei Magmas m-Pipe1), ein hochfestes Rohr aus Polymer und Kohlenstoff, das in Wasser um 90 % leichter ist als Stahl. M-pipes sind äußerst langlebig und korrosionsbeständig in Meerwasser, Kohlendioxid und Sauergas. Zudem sind sie flexibel und spulbar, was Einsparpotenzial bei den Projektkosten bietet. Eine Reihe von Testaufträgen für die M-pipe-Anwendung 2015 führte zu Kooperationsprojekten mit unterschiedlichen Öl- und Gasunternehmen. Auch im Flugzeugbau finden Composites UD-Tapes nach der Einführung von Victrex AE250 im Oktober 2015 Anwendung.

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Leistungen von morgen gestalten

„Um unseren Kunden Lösungen anbieten und damit Leistungen von morgen mitgestalten zu können, investieren wir kontinuierlich in unsere Wachstumsprogramme. Dazu zählen Aufgaben in den Bereichen Technik, Vermarktung, Qualität und Marktzulassung“, sagt David Hummel, Chief Executive von Victrex.

Im Traumabereich wird Victrex im Laufe des Jahres 2016 seine Investitionen in Anlagen zur nachgelagerten Produktion fortführen. So wird zum Beispiel die Technologie für die Traumaplattenherstellung aus dem Hochleistungscomposite PEEK-Optima Ultra-Reinforced von der Victrex-Medizintechniksparte Invibio Biomaterial Solutions angeboten. Bereits in den USA und Europa zugelassene Produkte erleichtern Medizintechnikherstellern die Erweiterung ihrer Traumaproduktpalette jenseits von Metalltechnologien. Hummel betont: „Wir sind von den Möglichkeiten in diesem Markt sehr ermutigt. Die nachgelagerte Fertigung von Traumaplattenkomponenten erweitert unser Angebot und versetzt uns in die Lage, der ersten Nachfrage gerecht zu werden.“

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