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Bildverarbeitung

Vision 2018 endet mit Besucherrekord

| Redakteur: Rebecca Vogt

472 Aussteller präsentierten sich vom 6. bis 8. November auf der Vision 2018 in Stuttgart. Damit verzeichnete die Weltleitmesse für Bildverarbeitung einen Zuwachs von 7 % gegenüber 2016.

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Auf der Vision 2018 konnten sich Besucher vom 6. bis 8. November über aktuelle Trends in der Bildverarbeitung informieren.
Auf der Vision 2018 konnten sich Besucher vom 6. bis 8. November über aktuelle Trends in der Bildverarbeitung informieren.
(Bild: Rebecca Vogt)

Die Bildverarbeitungsmesse fand zum insgesamt 28. Mal statt. Wie Vision-Projektmanager Florian Niethammer auf der Pressekonferenz zur Eröffnung der Messe berichtete, lag der Anteil ausländischer Unternehmen bei 60 %. Die Top-3-Nationen waren dabei die USA, China und Frankreich. Insgesamt präsentierten sich 31 verschiedene Nationen auf der Vision 2018. 25 % der Aussteller waren zum ersten Mal auf der Messe vertreten, darunter eine Vielzahl von Start-ups. In den Zahlen spiegelt sich laut Niethammer die positive Dynamik der Bildverarbeitungsindustrie wider. Mit 11.106 Fachbesuchern erzielte die Vision 2018 zudem einen neuen Besucherrekord.

Ingenieurmangel verhindert stärkeres Wachstum

Über die allgemeine Entwicklung der Branche sprach auf der Pressekonferenz Dr. Klaus-Henning Noffz, VDMA-Vorsitzender im Bereich industrielle Bildverarbeitung und CEO von Silicon Software. 2017 sei für die Branche ein Rekordjahr gewesen. „In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungsindustrie verdoppelt. Zwischen 2013 und 2017 ist die Branche durchschnittlich um 13 % pro Jahr gewachsen, vergangenes Jahr alleine in Höhe von nahezu 18 %“, berichtete Noffz. Das größte Wachstum gab es 2017 auf dem asiatischen Markt. Insgesamt liegt der Exportanteil der Branche mit etwa zwei Dritteln sehr hoch. Für 2018 rechnet Noffz für die Bildverarbeitungsindustrie mit einem stabil bleibenden Umsatz. Er gab zu bedenken, dass der Mangel an Ingenieuren in Deutschland ein Wachstumshindernis für die Branche sei.

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Bildverarbeitungssysteme als Datenlieferanten

Als Trends nannte Noffz Industrie 4.0 und in diesem Zusammenhang die fortschreitende Digitalisierung. „Das ist ein Prozess, der in vollem Gang ist. Hier passiert enorm viel“, so Noffz. Die ganze Fabrik könne Bildverarbeitung für sich nutzen. Diese werde in Zukunft der hauptsächliche Datenlieferant für die Produktion sein. Neben dem weltweiten Trend zur Automatisierung sieht der Branchenverband weiteres Potenzial auch in der Eroberung neuer Absatzmärkte und Anwendungsbereiche, die außerhalb des Fabrikumfelds liegen. Als Wachstumstreiber gelten Sicherheit und Überwachung, intelligente Verkehrssysteme sowie medizinische Diagnoseapparate und Operationstechnik.

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